Swapmeet – Mount Zero
Adelaides Noisepopper Swapmeet releasen mit „Mount Zero“ ihre bemerkenswerte Debüt-LP, auf der die Nachwuchsband from Down Under einen schwungvoll-süßen, gitarrenlastigen Roadtrip inszeniert, der an Slowcore und Alt-Rock der Neunziger- und frühen 2000er-Jahre erinnert.

Swapmeet by David Milan Kelly
Songwriting in rasendem Tempo
Der Berg Mount Zero, auch als Mura Mura bekannt, ragt auf ungefähr halber Strecke zwischen Adelaide und Melbourne in Swapmeets australischer Heimat empor. „Es ist ein Ort, an dem man zwar vorbeikommt, den man aber nie betritt“, sagt Maxwell Elphick, wie seine drei Bandmates Venus O’Broin, Jack Medlyn und Joshua Doherty Multi-Instrumentalist und Sänger des im Jahr 2022 formierten Indienoise-Outfits. So sei er sei zu einem Symbol für all die Menschen geworden, die man zwar sähe, aber niemals träfe. Und vielleicht auch für Lebenswege, die man nie beschreiten wird.
Sobald Swapmeet damit begannen, gemeinsam zu musizieren, schrieb das Quartett in rasendem Tempo Songs. 2024 veröffentlichte die Gruppe mit „Oxalis“ ihre erste EP. „Ständig hatten wir so viel Musik. Ich habe das Gefühl, dass wir unseren ersten Gig bereits mit einem fertigen Album gespielt haben“, sagt Venus O’Broin. „Bei jedem Auftritt haben wir einen neuen Track gebracht.“
Jangly, filmisch, verzerrt
Im Ergebnis steht nun ein Debütalbum, auf dem Swapmeet ihren Sound verfeinert haben. Zwei Wochen verbrachten sie dafür gemeinsam in einem Strandhaus in Port Noarlunga nahe Adelaide und tauchten dort komplett in die Arbeit an „Mount Zero“ ein. Daraus entsprangen neun Stücke mit einer Laufzeit von einer guten halben Stunde über erste Lieben, damit verbundene Enttäuschungen, Zweifel und Hoffnungen.
Vom eingängigen Opener „I Know!“, über den zuerst entspannten Titeltrack, der sich nach hinten raus mit seiner noisigen, verzerrten Gitarre dann jedoch tatsächlich noch einmal musikalisch wie ein riesiger Berg vor den Zuhörenden erhebt, das jangly-poppige „Bonny“, ein durchdringendes „Halfway“ samt seiner filmischen Bilder bis hin zum verträumten „Personal (Don’t Take It)“ mit Violine und Klarinette, vermengt „Mount Zero“ auf wunderbar unperfekte Weise die luftige Süße des jungen Erwachsenwerdens mit all der Ungewissheit und den Ängsten, die das Leben so mit sich bringt – hinreißend!

Artist: Swapmeet
Album: Mount Zero
VÖ: 17.07.2026
Label: Winspear
