Wrest & Jerry Leger, WDR Rockpalast – Harmonie, Bonn (09.10.2026)

Schottlands Crazewire-#1-Coverboys Wrest und Folkrocker Jerry Leger aus Toronto (Radioshow-Feature in Heft #5) spielen im Rahmen des legendären Konzertformats WDR Rockpalast auf. Einen phatteren Doppelpack zum fairen Ticketpreis kann’s kaum geben – ein Indiegig-Träumchen vor vollem Haus der Bonner Harmonie.

Neue Jerry-Leger-LP angekündigt
Der gefühlvolle Singer-Songwriter Jerry Leger veröffentlicht beim Hamburger Independent-Label DevilDuck Records und wird on Stage von seinem Plattenfirmen-Boss Jörg Tresp begrüßt samt Ankündigung, dass ein neuer Longplayer mit dem Titel „Contender“ in Arbeit sei, von dem der sympathische Kanadier am heutigen Abend gleich mal die vielversprechende Kostprobe „I’m Not Running“ präsentiert.

Das Gros seines 75-minütigen, facettenreichen Sets mit Pop-Appeal besteht aus Songs seines tollen 2025er-Albums „Waves Of Desire“ wie dem Roots-rockigen Titeltrack, „Alcatraz“, einem eindringlichen „Willow Ave“ und dem auf der Blues-Mundharmonika begleiteten „Back In Love With Me Again“.

Suzan Köcher als Co-Sängerin
Gesangs-Verstärkung holt sich Leger wie so häufig bei seinen Auftritten in Deutschland von der fantastischen Suzan Köcher aus Solingen, mit der er unter anderem das umwerfende „Calling A Bluff“ performt. Klassiker wie „The Big Smoke Blues“ und „Factory Made“ runden den mitreißenden Auftritt Jerry Legers perfekt ab.

Punkt 21 Uhr betritt das mittlerweile in Edinburgh ansässige Indie-Outfit Wrest die Bonner Bühne. Und unabhängiger als das schottische Quartett kann eine Band im wahrsten Wortsinn kaum sein. Denn die bodenständigen Musiker releasen nicht nur eigenständig ihre Lieder, sondern stellen auch Shows vor 2.000 Menschen wie im vorletzten Jahr im ikonischen Glasgower Barrowland Ballroom selbst auf die Beine. Schon dafür gibt’s selbstredend nur Liebe.

Wrest-Weihnachtsgeheimnis
Ebenso für ihren Harmonie-Auftritt, der siebzehn zumeist träumerisch anmutende Gitarren-Tracks ihrer Alben „Coward Of Us All“ aus dem Jahr 2019, „End Of All Days“ (2022) und „Everything’s Nothing Forever Again“ (2024) umfasst. Inklusive dreier Songs ihres noch nicht veröffentlichten neuen Longplayers, darunter mit „Dissonant Souls“ ein Stück, das „bislang nicht mal unsere Leute in der schottischen Heimat live gehört haben“, grinst Frontmann Stewart Douglas fast ein wenig verlegen mit einem kleinen Augenzwinkern, „das muss deshalb bitte unbedingt unser Geheimnis bleiben.“

Das wird es allerdings bis maximal kurz vor den diesjährigen Weihnachtstagen. Denn für dann hat der Westdeutsche Rundfunk angekündigt, die beiden am heutigen Abend aufgezeichneten, wunderbaren Auftritte als kleines Christmas present in seine Mediathek zu stellen – was ein Fest!

Concert Images by Sven Klein