Jeff Buckley – It’s Never Over, Jeff Buckley
Der amerikanische Singer-Songwriter Jeff Buckley veröffentlichte im Jahr 1994 mit „Grace“ nur ein einziges Album, das aber zu einem der einflussreichsten des Alt-Rocks emporstieg. Die Dokumentation „It’s Never Over, Jeff Buckley“ würdigt nun die leider viel zu kurze Lebensgeschichte des so talentierten kalifornischen Künstlers.
Und nur als solcher wollte Jeff Buckley auch stets wahrgenommen werden, wie die zahlreichen Interview-Ausschnitte auf der Kino-Leinwand in leicht flackernden Bildern, persönlichen Notizen und Zeichnungen sowie seine auf Anrufbeantwortern gespeicherten Sprachnachrichten mehr als nur erahnen lassen. Ein Star wollte er nicht sein.
Stimmumfang von vier Oktaven
Filmemacherin Amy Berg hat dazu neben seiner Mutter enge Musikkolleginnen und -kollegen, Partnerinnen Buckleys wie die seinerzeit angehende New Yorker Künstlerin Rebecca Moore und weitere Menschen aus der Community zu Wort kommen lassen, die dem Ausnahmetalent nahestanden.
Diese für sich einzunehmen, war Jeff Buckley ein Leichtes – allem voran, wenn er sang: Seine hohe, kraftvolle und zugleich doch verletzliche Stimme umfasste bis zu vier Oktaven und traf seine Zuhörerschaft mit der musikalischen Melange aus schroffen Alternative-Klängen und gefühlvollen Melodien mitten ins Herz.
Chris Cornell wurde Fan und Freund
Als Fans seiner Musik outeten sich zu Beginn seiner Karriere schnell namhafte Acts wie Paul samt Linda McCartney sowie Soundgarden-Sänger Chris Cornell, der zu einem Vertrauten Buckleys wurde – und auch seine großen Vorbilder Led Zeppelin, die er neben Bob Dylan, Edith Piaf, Morrissey und Nina Simone leidenschaftlich verehrte.
Trotz all dieser anerkennenden Lorbeeren seiner berühmten Kollegschaft und seines raschen Erfolgs schien Jeff, Sohn der Sechziger-Jahre-Folkgröße Tim Buckley, sich zeit seines Lebens seiner selbst ein gutes Stück weit unsicher zu bleiben und von einer Art tragischen Aura umgeben. Bei einem Badeunglück im Wolf River in Memphis ertrank er 1997 im Alter von nur 30 Jahren.
Denkmal, das ihm zusteht
Sein wertvolles Vermächtnis sind neben seinem Debüt-Longplayer „Grace“ sein zweites, 1998 posthum releastes Album „My Sweetheart The Drunk“ sowie eine beachtliche Zahl an Extended Plays und Live-Aufnahmen – unter anderem aus dem irischen Sin-é-Café in New York, wo er als Kellner arbeitete und immer wieder mal vor den begeisterten Gästen Songs auf seiner Gitarre performte.
Bis heute beeinflusst und inspiriert Jeff Buckley unzählige Artists und Bands – zu seinen bekennenden Bewunderern zählen unter anderen Radiohead, Coldplay und Muse. Mit dem bewegenden „It’s Not Over, Jeff Buckley“ hat er nun das Denkmal bekommen, das ihm zusteht.

Offizielles Filmplakat by Universal Pictures, in den UCI-Kinos Hürth fotografiert von Sven Klein
Artist: Jeff Buckley
Film: It’s Never Over, Jeff Buckley
Regie: Amy Berg
Studio: Universal Pictures
VÖ: 09.04.2026
