All posts by Karsten Hufschlag

The Black Keys – Peaches!

Mit ihrem 14. Studioalbum setzen The Black Keys auf Rückbesinnung statt auf Neuausrichtung und erwecken mit „Peaches!“ zehn alte Blues-Standards zum Leben. Ungeschliffen, ja beinahe demonstrativ roh wirkt dieser späte Eintrag in ihre Diskografie – dafür aber auch überzeugend ungekünstelt und in sich stimmig.

Bad Operation – Everything Must Go

Ska’s immer noch not dead. Sein aktueller Aufguss heißt New Tone und zeigt sich ebenso offen für angrenzende Genres, wie für ein politisches Bewusstsein. Als Flaggschiff der noch jungen Bewegung veröffentlichen Bad Operation jetzt ein sehr frisches Album, das auch vor großen Gesten nicht zurückschreckt.

Metric – Romanticize The Dive

„Romanticize The Dive“ ist der berühmte Blick zurück nach vorn: Auf ihrem zehnten Album wandeln die kanadischen Indie-Rocker Metric eine unverblümt nostalgische Wehmut in erfrischend zeitlose Songs.

They Might Be Giants – The World Is To Dig

Selten klingt Pop so verspielt klug wie im Kosmos des mehrfach Grammy-prämierten Duos They Might Be Giants. Auch auf „The World Is to Dig“, ihrem bereits 24. Album, zeigen sich die beiden New Yorker hellwach, kreativ und mit beneidenswert schrägem Kompass.

The Melmacs – Euphancolia

The Melmacs liefern mit Album Nummer zwei ein bittersüßes Update ihres Power-Pop-Punk’n’Rolls. „Euphancolia“ schwankt dem Titel entsprechend zwischen Hochgefühl und Schwermut, bleibt dabei aber total eingängig und klingt bei aller thematischen Spannung herrlich unbekümmert.  

Grade 2 – Let’s Talk About It

Kein Sprung ins Ungewisse, aber ein klarer Schritt nach vorn: Auf „Let’s Talk About It“ zeigen Grade 2, wie frisch Streetpunk auch in bester Tradition großer Vorbilder klingen kann. Deren Einflüsse sind überall spürbar, das stört aber nicht – die Briten bringen genug Eigenes mit.

Paul Cauthen – The Book Of Paul

Er gibt seinem fünften Solo-Album den biblischen Titel „The Book Of Paul“ – und auch sonst zeigt sich der Country-Cowboy Cauthen hier so selbstbewusst, als habe ihm Gott höchstselbst den Stift gereicht: flamboyant, monumental – und ohne den Hauch einer Verpflichtung gegenüber Genregrenzen und Traditionen.

Good Riddance – Before The World Caves In

Zwischen Wut und Wissen: Good Riddance schlagen mit ihrem zehnten Lonplayer „Before The World Caves In“ eine düstere Schneise in den heutigen Release-Day. Es ist das entschlossene Statement einer Band, deren Feuer noch brennt – auch wenn ihr Zorn jetzt anders klingt.

City Lights Thief – Greetings From Fevers Key

Acht Jahre Funkstille. Risse im Fundament. Zweifel an allem. Nach einer Phase der Prüfungen schöpfen City Light Thief neuen Mut und senden uns mit „Greetings From Fevers Key“ das hitzige Lebenszeichen einer Band, die Brüche überwinden musste – und genau daraus ihre neue Dringlichkeit zieht.