All posts by Karsten Hufschlag

Reinhard Mey – Schatzhauser

Offizielle Stimmen sprechen von der Rückkehr zu den Anfängen, von einem Neubeginn sogar. Für mich klingt Reinhard Meys dreißigstes Studioalbum „Schatzhauser“ dagegen mit jeder Note und jedem Wort so schmerzlich nach Abschied, dass ich den Stimmen kaum Glauben schenken kann.

Ciao Lucifer – Sunset Riders

„Dance away your demons!“ Auf seinem vierten Longplayer „Sunset Riders“ bekämpft das Amsterdamer Duo Ciao Lucifer die Dämonen aus Zweifel, Angst und Alltagsfrust mit mitreißend sonnigem Indiepop.

Brian Fallon – Not Bad For New Jersey

Brian Fallon hat offenbar beschlossen, sich nicht länger selbst im Weg zu stehen. „Not Bad For New Jersey“ ist groß, laut und ungeniert Achtziger. Und es klingt als habe sein Schöpfer gerade verdammt viel Spaß an einer neuen Art des Musikmachens.

Foy Vance – Kulturkirche Köln (11.09.2026)

Ein magischer Abend in der Kulturkirche Köln. Foy Vance und seine Gefährt*innen machen aus zweieinhalb Stunden Singer-Songwriter-Folk, Americana, Blues und Gospel einen Gottesdienst der etwas anderen Art – und aus dem Kölner Publikum eine beseelte Glaubensgemeinde der Musik.

ZAZ – Kunst!Rasen, Bonn (15.07.2026)

Drei ZAZ-Konzerte innerhalb eines guten halben Jahres für uns – und von Abnutzungserscheinung keine Spur. Nach Lille und Köln gelingt es der Französin auch auf dem Bonner Kunst!Rasen, ihrer bis ins Detail inszenierten Show eine mitreißende Unmittelbarkeit zu verleihen.

American Aquarium – New Ways To Lose

„New Ways To Lose“ hatte mich im Handumdrehen. Ein Album voller Haltung, Herz und Highway-Staub und zehn Songs, die die Felder des Heartland so energisch beackern, als reihten sie sich auf zum hungrigen Debüt eines verheißungsvollen Genre-Newcomers.

Steven Hyden – Born In The U.S.A.

Wie wurde „Born In The U.S.A.“ zum kulturellen Phänomen? Steven Hyden sucht die Antwort auf diese Frage nicht im Studio, sondern in Amerikas Pop- und Gesellschaftsgeschichte – und sammelt seine Antworten in einem vielschichtigen Buch, das ein wenig zu unentschlossen zwischen Essay und Sachbuch pendelt.

Paul McCartney – The Boys Of Dungeon Lane

Manchmal treten Vergleiche und Bewertungen in den Hintergrund und es übernimmt die bloße Freude darüber, dass es überhaupt neue Musik gibt. Paul McCartneys kommendes Album muss nicht sein bestes sein. Es genügt völlig, dass es das neue Paul McCartney-Album ist.

Social Distortion – Born To Kill

Bahnbrechendes Comeback oder später Schwanengesang? Wenn Social Distortion nach mehr als anderthalb Dekaden ein neues Album vorlegen, schießen die Spekulationen ins Kraut und die Urteile überschlagen sich. „Born To Kill“ ist ein imposantes Spätwerk, dass nicht dazu gemacht wurde, Erwartungen zu erfüllen.