OMD – Bonn, Kunstrasen (14.08.2026)
Die britischen New-Wave-Veteranen Orchestral Manoeuvres In The Dark (kurz: OMD) begeistern in der bezaubernden Bonner Rheinaue auf dem Kunstrasen rund 3.500 Fans mit ihrem zeitlosen, melodischen Synthiepop bei tropischen Sommertemperaturen.

Letzteres hält Sänger und Bassist Andy McCluskey, seinen kongenialen Band-Mitgründer Paul Humphreys an den Keyboards und ihre langjährigen musikalischen Mitstreiter Martin Cooper (Saxophon, Keys) sowie Rhythmus-Kraftwerk Stuart Kershaw an den Drums selbstredend nicht davon ab, allesamt elegant ganz in Schwarz gekleidet pünktlich um 20.30 Uhr unter großem Jubel des Publikums die Bühne zu entern. Um die groovende Crowd spätestens ab dem zweiten Track „Messages“ vom selbstbetitelten Debütalbum mit spielerischer Leichtigkeit um ihren Finger zu wickeln.

Tanzbar und mit Tiefgang
Es folgt eine neunzigminütige musikalische Reise durch den seit knapp einem halben Jahrhundert währenden Bandkatalog der 1978 im nordwestenglischen Wirral ins Leben gerufenen Electronic-Music-Formation, bei der sich Hit an Hit reiht, alle ausgestattet mit endlos großen, tanzbaren Pop-Hooks samt gefühlvollem Tiefgang, performt mit jugendlichem Charme und bemerkenswerter Energie.
Highlights der mit Intro zwanzig Tracks umfassenden Setlist sind „If You Leave“ aus dem wunderbaren Eighties-Coming-Of-Age-Movie „Pretty In Pink“, „Dreaming“, „Enola Gay“, „(Forever) Live And Die“, das umwerfend dargebotene „Joan Of Arc (Maid Of Orleans)“, „Sailing On The Seven Seas“, „Veruschka“ vom jüngsten OMD-Album „Bauhaus Staircase“, „Pandora’s Box“, „Walking On The Milky Way“ und natürlich die bahnbrechende allererste Single „Electricity“, im Jahr 1979 gepresst auf dem legendären Label Factory Records und produziert von Martin Hannett, einem wichtigen Wegbereiter des New-Wave-Genres.

„See you all next time“
Das perfekte Konzert für mich persönlich ist eins, bei dem ich hüpfe, lache, tanze und mindestens auch einmal weine. Orchestral Manoeuvres In The Dark haben für all dies heute amtlich abgeliefert – genauso wie damals, im Sommer 1991, als ich sie als junger Mann gemeinsam mit den Simple Minds auf der Freilichtbühne Loreley in St. Goarshausen erlebte.
„Wir sehen uns alle beim nächsten Mal wieder“, ruft der erschöpfte, sichtlich gerührte OMD-Frontmann Andy McCluskey der glückseligen Kunstrasen-Crowd zum Abschied zu. Bereits am ersten Septembertag böte sich dazu eine Gelegenheit: Dann nämlich treten die englischen Electropop-Darlings beim im Vergleich zur Bonner Rheinaue nicht minder wundervollen Zeltfestival Ruhr am Kemnader See nahe Bochum auf. Don’t miss out on this one!

All Concert Images by Sven Klein
