Deadletter – Köln, Artheater (25.03.2026)
Die britischen Indierocker Deadletter legen im Artheater einen energiegetränkten Auftritt vor 350 begeisterten Fans hin, die den hölzernen Dancefloor des Köln-Ehrenfelder Clubs erzittern lassen.
Als „pretty fuckin‘ beige“ hat der charismatische Deadletter-Frontmann Zac Lawrence den Sound seiner 2020 im nordenglischen Yorkshire gegründeten Band einmal bezeichnet – was ziemlich zutreffend ist. Klingt das mittlerweile in London beheimatete Sextett auch auf seiner kürzlich releasten, vorzüglichen zweiten LP „Existence Is Bliss“ (hier entlang zum Crazewire-Review) nach elektrisierender, musikalischer Melange aus Joy Division, John Cooper Clarke und The Fall.

Unwiderstehliche Energie
Insgesamt siebzehn Tracks umfasst die aus Songs ihres aktuellen Albums und dem gefeierten Debüt-Longplayer „Hysterical Strength“ (2024) bestehende Setlist. Deadletter sind on fire und schon bei den ersten Stücken steigt Sänger Zac von der vornehmlich in blaues und rotes Licht getauchten Stage ins Pogo-Pit der Crowd, die heute aus vielen jungen Menschen der Indie-Community besteht und die unwiderstehliche Energie der Band auf der Tanzfläche spiegelt.
Live kommen die sechs Deadletter-Musiker gar nochmal ein Stückchen druckvoller und explosiver als auf ihren Platten daher: Die Gitarren sind schroff, das Saxophon-Spiel klingt anarchisch, Schlagzeug und Bass geben den treibenden Rhythmus vor. Hin und wieder verdingt sich Lawrence, dessen lyrischer Gesang eindringlich bis hypnotisch wirkt, zudem als Percussionist. Deadletter präsentieren Contemporary Indierock und Post-Punk at its best – eine vielversprechende Zukunft liegt vor der Six-Piece-Band.

Dubliner Support überzeugt
Und eine solche könnte auch der Supportact des kurzweiligen Kölner Konzertabends haben. Denn das Dubliner Quartett Bleech 9:3 weiß mit einem ebenfalls kraftvollen Set, bestehend aus sieben Indie-rockigen Songs mit unüberhörbarem Nineties-Impact – Nu-Metal und Smashing-Pumpkins-Grunge-Vibes inklusive – das Publikum zu überzeugen. Im vergangenen Jahr haben die vier irischen Musiker ihre allerersten Tracks überhaupt veröffentlicht und wir werden ihren weiteren Weg aufmerksam begleiten – eine (baldige) Rückkehr in die Domstadt haben sie bereits angekündigt.

All Concert Images by Sven Klein
