Dirk Darmstaedter – The Sound My Mind Makes

Dirk Darmstaedter, Stimme der Hamburger Indie-Institution The Jeremy Days, bringt mit „The Sound My Mind Makes” ein neues Soloalbum heraus. Gut drei Jahre lang hat er an den zehn hörenswerten, persönlich nach innen gekehrten Liedern der LP gearbeitet, die voller Melancholie und Sehnsucht steckt.

Ihren Ursprung nahm die bittersüße musikalische Reise des Longplayers im Sommer 2022 in einem alten Steinhaus an der bretonischen Küste. „‚The Sound My Mind Makes‘ ist das Ergebnis eines langen und konzentrierten Arbeitsprozesses“, sagt Darmstaedter, „jeden Tag ein neuer Track, oft rein instrumental, ohne Text oder Melodie, aus dem Moment heraus aufgenommen. Abends wurde gemischt – und dann losgelassen.“

Weniger Stilfrage, mehr Zustand
Aus 27 solcher Liederskizzen habe er schließlich die zehn Stücke ausgewählt, die es auf die Platte schafften. „Songs, die zusammengehören, weil sie weniger nach außen schauen als nach innen. Weniger Stilfrage, mehr Zustand: ruhig, konzentriert, offen – und immer persönlich“, so der Indiekünstler. Die Album-Produktion klingt rund und die Musik ist vielschichtig: Sämtliche Instrumente hat Dirk Darmstaedter dabei selbst eingespielt – bemerkenswert.

Wie etwa die kickenden Drums und die bezaubernde Blues-Harmonica des Titeltracks und LP-Openers. „Perfect At Being Imperfect“ besticht durch seine aufgekratzt-funkigen Orgelklänge. „In The Rye“ mutet samt mitunter schroffem Gitarrenspiel an wie der bedrohlichere musikalische Bruder des J’Days-Klassikers „The Clouds Of Maine“. Das hoffnungsfroh beschwingte Piano macht „Ash & Gold“ zu mitreißendem Pop.

Mit Debbie Harry ins CBGB’s
Folk-/Country-Anleihen stecken in „What Was Lost In The Fire“, einen emotionalen Ausflug in den Big Apple unter anderem der Achtziger-Jahre und zu Blondies Debbie Harry ins CBGB’s besingt der J’Days-Frontmann in „I Was In Love With New York City“. Nachdenklich geht es in „Dark Times“ und „Love Is A Kind Of Poison“ zu.

Seine künstlerischen Ecken und Kanten unterstreicht der Longplayer alsdann in „Give It Time“ noch einmal besonders. Swingende Bläser beschließen die rundum gelungene Platte auf „What I Could Never Find Was Me“ – bleibt Dirk Darmstaedter zu wünschen, dass er auf dieser Suche mit seinem neuen Werk wieder ein gutes Stückchen weit vorangekommen ist.


Live-Image by Sven Klein

Special-Show & Online-Rehearsals
Anfang Februar präsentiert er die Tracks seiner LP in der Fischhalle Hamburg-Harburg auf einem Special-Release-Konzert, bevor „The Sound My Mind Makes“ im März auf Vinyl, CD und als Digitalversion erscheint. Da es immer eine gewisse Herausforderung ist, neue Songs live zu performen, lädt der Singer-Songwriter seine Fans vorab zu gleich vier Online-Rehearsals bei „Dirk’s Songs On A Friday“ auf seinem Bandcamp-Kanal ein – beginnend diesen Freitag.

Sein Live-Set in der Fischhalle wird Dirk Darmstaedter vermutlich ergänzen um ausgewählte, passende Stücke seiner Solokarriere und Lieder der Jeremy Days. Gemeinsam mit den Indiehelden ist er dann Ende März in der Full-Band-Formation endlich wieder auf Deutschlands Clubbühnen unterwegs – unter anderem in Berlin, Münster, Hamburg und gleich zweimal in Köln. So kann das neue Musikjahr starten!

Artist: Dirk Darmstaedter
Album: The Sound My Mind Makes
VÖ: März 2026
Label: Non-Label