SETE – Adult Teenage Angst (EP)
Eigentlich ist das Besprechen von EPs immer so eine Sache. Vier Songs, die schneller vorbei sind, als man ein Review lesen kann (okay, fast so schnell), und deren Relevanz irgendwie auch schwierig einzuordnen ist. Für die Debüt-EP von SETE mache ich aber eine Ausnahme. Warum? Sie ist wirklich sehr gut geworden.
Die Story hinter SETE ist schnell erzählt: Nicolas von The Tidal Sleep und Christoph von Jennifer Rostock lernen sich in Berlin kennen. Sie schätzen und mögen sich, werden Freunde, besuchen gemeinsam Konzerte, fliegen zusammen nach Japan und entscheiden sich schließlich, auch mit fortgeschrittenem Alter noch einmal richtig etwas auf die Beine zu stellen. Natürlich dauert es ein bisschen, bis man eine coole Band zusammengestellt hat, die komplett mitziehen will – und fertig ist die Band.
Danach geht es dann ganz schnell: Mit Drummer Bernhard sowie den beiden Gitarristen Lasse und Pascal (der auch die ersten Songs produziert hat) geht es zunächst in den Proberaum, dann ins Studio und schließlich an die Öffentlichkeit.
Den vier Songs auf Adult Teenage Angst hört man zu jeder Sekunde an, dass hier jede Menge Erfahrung am Werk ist. Sie bestechen durch große Melodien und catchy Pop-Refrains. Ähnlich wie bei den zuletzt besprochenen Box Elder passt hier vor allem die Mischung aus Härte, Melancholie und Eingängigkeit. Daher wirkt auch das Feature von Svalbard-Sänger Liam Phelan tatsächlich eher wie ein kleiner Fremdkörper – ohne das qualitativ abwerten zu wollen.
SETE ist mit dieser Debüt-EP ein großes Ausrufezeichen gelungen, das Vorfreude auf mehr macht.

Band: SETE
EP: Adult Teenage Angst (EP)
Label: Through Love Records
VÖ: 13.02.2026
