Groezrock Festival 2014 – Meerhout, Belgien

Tag 1:
Das Groezrock Festival hat wieder geladen und ca. 45.000 Punk und Hardcorefans haben sich auch dieses Jahr wieder zusammengefunden, um das kleine Dorf Meerhout im Süd-Osten Belgiens für ein paar Tage mit Unmengen Bier sowie lauten Gesängen zu durchfluten. Auch Crazewire war wieder vor Ort, um sich der ausgewogenen Mischung altbekannter Legenden, zeitgenössischer Helden und neuaufkommender Talente, hinzugeben.

Herr Berlin – Decoder

Es ist gerade erst zwei Wochen her, dass Crazewire Herausgeber Lasse Paulus der Trierer Musikszene attestierte, dass in ihr zumindest gefühlt mehr passiert als im Kreise der Musikschaffenden seiner Wahlheimat Düsseldorf. Passend dazu steht mit „Decoder“ die nächste Veröffentlichung aus der kreativ scheinbar aufstrebenden Moselprovinz an.

Lygo – Sturzflug

Promo-Exemplare von Alben werden in der Regel mit Pressetexten ausgeliefert, die einem wortgewaltig erklären, warum man gleich den neusten und allerheißesten Scheiß zu hören bekommen wird. Man liest, wie sich Künstler X gekonnt vom Rest der musikschaffenden Zunft abhebt und kann sich schon vorweg seelisch darauf vorbereiten, das prägendste Album des Jahres zu erleben.

Findus – Vis A Vis

Es gibt menschliche Wesenszüge, die man als eher bequeme Person nicht so recht nachvollziehen kann. Im Zuge der Post-Adoleszenz begegnet man häufiger Menschen, die in ihrem Tun mehr als fleißig und motiviert erscheinen. Oftmals werden sie von ihrem Ehrgeiz angetrieben, was eher unsympathisch ist. Von Zeit zu Zeit trifft man jedoch Personen, deren Arbeitseifer von ihrer Euphorie für das, was die da tun, getragen wird und das ist dann doch irgendwie bewundernswert.

Pascow – Diene der Party

Nach Matulas „Auf allen Festen“ und „Fun“ von Die Nerven folgt nun bereits das nächste Album im noch frischen Jahr 2014, das zumindest vom Titel her Partyassoziationen weckt. Glücklicherweise verfliegen diese Assoziationen ähnlich schnell wie bei den ebenso starken Platten der ebengenannten Bands. Bereits nach wenigen Takten und den ersten Zeilen aus „Die Realität ist schuld, dass ich so bin“ wird klar, dass Pascow weiterhin ernsten und druckvollen Punkrock spielen.

James Blake, E Werk Köln

Schilder am Eingang des Kölner E-Werks warnen an diesem kalten Donnerstag Abend vor Stroboskoplichtern und empfehlen außerdem Ohrenstöpsel. Wieso diese Hinweise bei einem Konzert von James Blake, dem James Blake, dessen Musik doch bisweilen so ruhig und fast schon langweilig wirkt, sinnvoll erscheinen, wird mir später deutlich werden.

The xx Night & Day, Spreepark, Berlin

Ein Konzert von The xx trifft dich mit voller Wucht. Es verpasst dir eine gehörige Portion Gänsehaut, jagt dir den vibrierenden Bass durch Mark und Bein, saugt dich völlig ein in die faszinierende Klangwelt und lässt dich nicht mehr los. Ein musikalisches Erlebnis, das seinesgleichen sucht und dessen Zeuge ich am Samstag bereits zum dritten Mal wurde. Aber was genau war eigentlich los?