Lars Gebhardt – Schattenboxen (Buch)

Eigentlich finde ich Menschen die Kurzgeschichten schreiben ein wenig befremdlich. Wieso schreibt man drei Seiten lange Geschichten (ob fiktiv oder nicht, sei jetzt mal egal) mit Belanglosigkeiten aus dem Alltag? Mein eigenes Leben ist doch schon voll damit. Schlimmer finde ich eigentlich nur noch Poetry Slam!

Joey Cape – Live in Köln (13.09.2017)

Mit dem Konzert von Joey Cape mit seinen One Week Records-Kollegen Brian Wahlstrom (Scorpios), Zach Quinn (Pears) und Donald Spence (Versus The World) endet für viele Personen in meinem Umfeld eine Ära der alternativen Kölner Konzertkultur. Das vorzeitige Ende des Undergrounds, dem alteingesessenen Ehrenfelder Club. Und das noch bevor er in wenigen Monaten sein 30-Jähriges bestehen gefeiert hätte, was große Bestürzung bei Gästen und auch Musikern ausgelöst hat, die im Underground viele emotionsgeladene Stunden geteilt haben.

Sankt Otten – Live in Düsseldorf (29.09.2017)

Als erstes möchte ich mich gleich mal bedanken, dass der Herr Thalaron dieses Konzert als Veranstalter möglich gemacht hat. Sankt Otten spielen nun wirklich nicht sehr oft live, wenn sie es dann doch mal tun und man hat es nur ne Viertelstunde bis zur wunderschönen Berger Kirche in der Altstadt, dann ist das natürlich doppelt gut.

Götz Alsmann – In Rom

Wie schon Reinhard Mey , ist auch Götz Alsmann eigentlich kein wirkliches Thema für ein Musikmagazin wie Crazewire.de. Musikalisch gibt es zumindest keine ernsthaften Berührungspunkte (Okay, vor 20 Jahren hat Alsmann mal mit Die Ärzte zusammen gearbeitet). Aber wie bei Mey auch, mag ich Alsmanns Ansatz Musik zu leben. Außerdem schätze ich sein musikalisches Können und Verständnis.

Primus – The Desaturating Seven

Mit der neuen Primus geht es mir recht ähnlich wie mit der neuen Living Colour, die ich vor kurzem vorliegen hatte. Bloß nicht grad ganz so fürchterlich. Was hauptsächlich daran liegt, dass Humor bei Primus halt immer noch Priorität hat und deswegen eine Primusplatte niemals in so eine bierernste Muckerei ausarten könnte.

Living Colour – Shade

Alles an dieser Platte schreit überlaut „Ambition“.  Irgendein Blueskonzept, wofür der alte Robert Johnson einmal mehr herhalten muss (dessen  „Preaching Blues“ auch als Coverversion verhunzt wird). Wo da irgendwelche Verbindungen sein sollen kann ich nicht erkennen.

Kitty, Daisy & Lewis – Superscope

Tatsächlich fällt es mir schwer über dieses Album zu schreiben. Und warum? Weil es so gut ist und ich nichts zu meckern habe. Aber auch, weil es bei der Musik der drei Geschwister Kitty, Daisy und Lewis Durham nichts Neues zu entdecken gibt. Jedes der zehn Stücke auf „Superscope“ ist perfekt arrangiert und optimal abgestimmt auf den Tonträger gebracht. Aber Kitty, Daisy und Lewis lassen immer eine kleine Restwahrscheinlichkeit des Amateurhaften durchschimmern, die diese Platte wirklich schön und hörenswert macht.