Arcade Fire – Everything Now

Der Titeltrack beginnt wie die Titelmusik eines Rosamunde Pilcher-Films im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Man muss während des Hörens des neuen Arcade Fire-Albums manchmal erschrocken feststellen, wie poppig und klebrig die Kanadier mittlerweile geworden sind. Zum Glück kriegen sie auf Albumlänge doch nochmal die Kurve – so gerade.

Bad Religion – Live in Köln (09.07. 2017)

Vor gut einem Jahr feierten Bad Religion und ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite unsere Reunion. Seit einem bemerkenswerten Konzert im Kölner Luxor zwanzig Jahre zuvor, hatten sich unsere Wege (von einer Stippvisite in der Live Music Hall 2006 abgesehen) nicht mehr gekreuzt. Beim letztjährigen Konzert im Palladium bin ich dann, trotz einiger Bedenken im Vorfeld, innerhalb von 90 Minuten wieder zum größten Bad Religion-Fan der Welt geworden.

Lana Del Rey – Lust For Life

Um den Sound oder besser die erzeugte Stimmung von Lana Del Rey zu beschreiben, nimmt man sich am besten den letzten Song auf ihrem aktuellen Langspieler „Lust For Life“ namens „Get Free“. Die Strophe erinnert hier stark an das melancholische „Creep“ von Radiohead, allerdings mündet der Song bei ihr nicht in ein aggressives Gitarrenriff mit ekstatischem Gesang. Bei Lana Del Rey erfolgt die „Reinigung“ oder das „Entladen“ allerhöchstens in einer schönen poppigen Melodie, die nach innen gekehrt auf den selbst gemachten Frieden hindeutet.

Iron & Wine – Beast Epic

Sam Beam hat wieder ein Album aufgenommen. Unter dem Namen Iron & Wine tut er das bereits seit 15 Jahren. Immer auf hohem Niveau, immer sehr stilvoll und bedacht. Dass seine Singer-/Songwriter-Alben und EPs dabei nicht immer auf meine Gegenliebe stießen, lag in den vergangenen Jahren vor allem an der Belanglosigkeit, die das Genre im Allgemeinen durchzog. Mit „Beast Epic“ ist Beam wieder am Start – und zwar mit seinem besten Album seit 2004.

Ugly Kid Joe – Live in Düsseldorf (Bildergalerie)

Es gibt Tage, da ist man schlicht und ergreifend nicht gut drauf. Heute ist so ein Tag und ich habe erst einmal gar keine Lust auf ein Konzert. Und noch weniger auf Fotografieren. Aber hey, Beer & Music bringen eine Band nach Düsseldorf die ich Mitte der 1990er-Jahre rauf und runter gehört habe – Ugly Kid Joe.

John Garner – Writing Letters

Dreistimmiger Gesang, ein folkrockiger Sound und traditionelle Instrumentierung. Dazu eine frische Priese irische Lebensfreude und eine stampfende Bassdrum, die so mitreißend sein soll, dass man kaum die Füße still halten kann. Ja, so stellt sich die Bandbio den Indie-Folk der Augsburger John Garner vor.

Jen Cloher – dto.

Jen Cloher ist eine australische Musikerin, die seit mehr als zehn Jahren Alben und EPs veröffentlicht. Cloher ist aber auch die Lebensgefährtin von Courtney Barnett, was zum einen natürlich für medienwirksame Aufmerksamkeit sorgt, gleichzeitig aber auch einen Hinweis darauf gibt, dass Musik und Texte der Australierin ziemlich kompromisslos sein dürften.