Category Archives: Platten

Trans Am – Volume X

Nicht so richtig viel Neues auf der neuen Trans Am, aber viel gute Musik! Die Zutaten wurden ein bisschen anders gemischt und hier und da verfeinert, die Sounds sind oft bekannt von „Liberation“ (Vocoder, Analogsynth) und anderen Alben. Und auch die Hinwendung zu kosmischer Musik/Krautrock seit dem 2007er-Album „Sex Change“ (und weit vorher) wird weiterverfolgt – Mal sehr offensichtlich wie bei „Nightshift“, mit geshuffeltem Motorikbeat und geilem New Age Synth-Riff. Oder eher eklektisch mit Anleihen an den esoterisch angehauchten Schlager der Soloplatten von Michael Rother – und das ist als Kompliment gemeint. Trans Am sind neben Tortoise eh die krautigste von den alten Postrock Bands.

The Sigourny Weavers – Blockbuster

Das zweite Album „Blockbuster“ zu nennen, zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein – oder aber ist Ausdruck einer wie auch immer ausgeprägten Hollywood-Affinität innerhalb dieser schwedischen Band. Schließlich ist die Namensgeberin des Quintetts eine der Ikonen des US-amerikanischen Kinos des späten 20. Jahrhunderts, die mit „Alien“ und „Ghostbusters“ dann auch tatsächlich an einigen Kassenschlagern mitgewirkt hat. 30 Jahre nach dem letztgenannten Film kommen nun The Sigourney Weavers mit ihrem „Blockbuster“ daher.

Bonaparte – Bonaparte

Obwohl „Bonaparte“ bereits das vierte Studioalbum der in Berlin ansässigen Electro-Punk-Whatever-Combo um den Schweizer Tobias Jundt ist, hatte ich Bonaparte nie so richtig in meinem Fokus. Auch wenn ich zu früheren Hits wie „Anti Anti“ natürlich auch schon mal das Tanzbein geschwungen hatte – da führte zumindest temporär schließlich kaum ein Weg dran vorbei. Ebenso kam ich bereits in den Genuss, eine der exzentrischen und wild kostümierten Liveshows der Band besuchen zu dürfen. In solchen Kontexten funktioniert Bonaparte dann auch mehr als gut und man kann die gewachsene Popularität der Gruppe nachvollziehen.

Douglas Dare, Whelm

Eigentlich ist Douglas Dare ein Gedichteschreiber. Und ein Geschichtenerzähler. Seine wohlbedachten Worte verpackt er in Versform, dann hüllt er sie in die atmosphärischen Klänge eines Grand Pianos ein. Hervorgekommen sind dabei zehn wunderbare Stücke Musik, die auf seinem Debütalbum „Whelm“ zu finden sind. Die bereits im vergangenen Herbst erschienene EP „Seven Hours“ ließ Großes erahnen – und Dare setzt nun fort, was dort begann. Beim Independent-Label Erased Tapes Records befindet er sich damit neben Nils Frahm und Olafur Arnalds in bester Gesellschaft.