Category Archives: Platten

Freiburg – Brief & Siegel

Nach dem gelungenen Debütalbum „High Five Zukunft“ und dem starken Zweitwerk „Aufbruch“ erscheint mit „Brief & Siegel“ das viel erwartete dritte Album des Gütersloher Punkquartetts Freiburg. Benannt nach einem – wie wir finden – großartigen Tocotronic-Song klingt der Vierer jedoch seit jeher eher nach norddeutschem Punk, wie man ihn von Jens Rachut-Bands oder den frühen Turbostaat kennt, als nach Tocotronic oder Hamburger Schule.

Riverside-Festival 2015 – Interview mit Phil Gieselbach

Crazewire.de hat in den vergangenen zehn Jahren immer mal wieder kleine Festivals unterstützt, die ansonsten nur wenig Unterstützung von Seiten der Presse bekommen haben. Neben dem Keinkultur-Festival möchten wir Euch nun das Riverside-Festival in der Eifel vorstellen. Junge Menschen, die ein professionelles Festival in einer Region aufziehen, die in den letzten Jahren eher durch Coverbands, als eine vitale Musikszene hervorstach. Wir sprachen mit Organisator Philipp Gieselbach über seine Motivation, den gemeinnützigen Hintergrund des Festivals und dessen musikalische Vielfalt.

City and Colour – If I Should Go Before You

Als ich 2006 meine ersten Erfahrungen mit dem Internet sammelte, YouTube und MySpace sich gerade stetig zu den Quellorten neuer musikalischer Einflüsse erschlossen und somit meine Persönlichkeit wohl bis heute maßgeblich geprägt haben, da stieß ich plötzlich auf diese eine Single… „Coming Home“ von City and Colour. Diese Stimme, diese Einfachheit, dieser perfekte Song begeistern mich. Zumal Singer/Songwriter gerade ohnehin total mein Ding sind. aber dieser Kerl, der macht es irgendwie anders, irgendwie besser.

Verlosung: 5×2 Tickets für Gin Wigmore in Köln (09.10.2015)

„Cut the knife a little deeper, count the days that I survive“. Eine Textzeile, die man sich auch als Tätowierung auf Gin Wigmores Körper vorstellen könnte. Allerdings sind diese Worte nicht auf Haut geschrieben, sondern „Written in Water“ – so der Name der Vorabsingle ihres neuen Albums, dem das Zitat entstammt. Die neuseeländische Songwriterin mit der eigenwilligen Stimme war schon immer eine dieser Künstlerinnen, die ihr Innerstes nach außen kehren und ihre Kämpfe mit sich und dem Leben in Songs kanalisieren. Das Ergebnis dieser bewährten Therapie sind allerdings keine weinerlichen Lagerfeuer-Heulereien, sondern kraftvolle Lieder zwischen Rock, Pop und Blues.

A-HA – Hunting High And Low

Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, ob ich diese Veröffentlichung besprechen soll. Zum einen wäre da die für unsere Zielgruppe wohl wenig relevante Musik, die A-HA mittlerweile macht. Zum anderen aber auch aufgrund der heutzutage etwas sinnbefreiten Veröffentlichungspolitik der Plattenfirmen.

Frank Carter & The Rattlesnakes – Blossom

Frank Carter sollte den Meisten bereits durch sein Dasein als Frontmann der britischen Prunkband Gallows ein Begriff sein. Immerhin sechs Jahre prägte Frank hier den Sound der Band. Mit Frank Carter & The Rattlesnakes könnte man meinen, dass er, nach dem kurzen Intermezzo als Pure Love, einen kleinen Egotrip auf seinen Namen in der Szene fährt und sich mit „The Rattlesnakes“ den belanglosesten Beinamen gewählt hat, den er auch nur irgendwo finden konnte. Aber was soll es, hier geht es schließlich um Musik.

Hurts – Surrender

Es gibt 37 Arten von Kopfschmerz, die Du selbst behandeln kannst, darüber hinaus 215 weitere, wo das nicht der Fall ist. Frauen spüren nicht den charakteristischen Schmerz in der linken Körperhälfte wie Männer es tun, wenn sie einen Herzinfarkt erleiden. Ein Arzt stellt für Liebeskummer keinen Krankenschein aus, obwohl der mehr schmerzt als ein gebrochener Fuß. Männer könnten den Schmerz beim Gebären nicht aushalten (müssen wir ja auch nicht) und manches schmerzt so viel mehr als Autos und Mädchen.

Van Urst – dto.

Manchmal muss man dahin, wo es weh tut. Die fünf Jungs von Van Urst machen es dem Hörer nämlich nicht leicht. Die neun Songs auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum sind ein Bastard aus Noise, Post-Core und irgendwas mit Mathe.