Category Archives: Platten

Isolation Berlin – Vergifte dich

Nichts glaube ich dieser Band. Ich traue nicht der aschfahlen Haut, nicht den 1980er-Jahre-Klamotten. Ich bin mir sicher, sie fühlen keinen ihrer Texte und trinken heimlich Alkopops statt billigem Rotwein. Sie würden so gerne mit dem Rauchen aufhören, weil es ihnen nicht schmeckt, aber leider zur Kreuzberg-Attitüde gehört. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie lieber mal auf die Malediven fliegen würden, als ständig ins morbide Wien oder ins düstere Belgien reisen zu müssen.

Sloan – 12

Sloan sind zurück. Okay, eigentlich waren sie nie weg. Aber hier in Deutschland hat die Band ja lediglich eine kleine Fan-Base, so dass man sich schon selbst ein bisschen um Neuigkeiten über die Kanadier kümmern muss. Album Nummer 12 ist jetzt das erste Lebenszeichen seit vier Jahren. Gewohnt unspektakulär spielen sich Sloan durch ihre Mischung aus Beatles und 1990er-Jahre Gitarren-Pop. Unspektakulär, aber gut.

The Levellers – We The Collective

Ich bin ja wirklich ein großer Fan der Levellers. Die Folk-Band mit Punk-Einschlag feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und kann demnach schon auf eine recht bewegte Karriere zurückblicken. Mit der Akustik-Platte „We The Collective“ wollten die Musiker um Sänger Mark Chadwick etwas Besonderes kreieren. Am Ende wirkt das Album aber wie ein kreativer Offenbarungseid.

The Dangerous Summer – dto.

The Dangerous Summer sind auch schon eine ganze Weile unterwegs. Gegründet 2006 veröffentlichte die Band aus Maryland bereits drei Alben auf Hopeless Records. Mit ihrem neuen, selbstbetitelten Album beenden The Dangerous Summer eine fast dreijährige Pause.

Superchunk – What A Time To Be Alive

Wenn ein Album mit einem Megahit wie „What A Time To Be Alive“ beginnt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Natürlich können Superchunk das Niveau des Openers auf ihrem gleichnamigen Album nicht halten. Das braucht das Quartett aus North Carolina aber auch gar nicht. Die elf Songs sind in ihrer Gesamtheit einfach klasse.

Vizediktator – Kinder der Revolution

Schwieriges Album. Vizediktator machen auf „Kinder der Revolution“ eigentlich alles richtig. Schrottiger Punkrock, der kein Punkrock ist, gute Texte, bei denen man hin und wieder um die Ecke denken muss (also nicht zu plakativ) und mit „Halleluja“ und „Stimme der Verfolger“ zwei großartige Hits. Und doch nervt mich das Album.

The Housemartins – London 0 Hull 4

Immer wenn ich „Happy Hour“ von den Housemartins höre, habe ich das große Bedürfnis, nach Großbritannien zu fliegen, um mir dort ein paar Pints einheimisches Bier zu gönnen. Für die Housemartines war es der erste größere Hit auf der Insel.