Category Archives: Platten

Rustre – Still Afraid Of Heights

Manchmal brauchen gute Dinge halt Zeit. „The Start“, der Opener des Debüt-Longplayers von Rustre, startet mit einer vor drei Jahren aufgenommenen Strophe, während die Zweite erst einen Monat vor dem Release entstand. Nicht nur daran merkt man, dass der Leipziger Künstler ein Perfektionist ist, dessen Musik im gleichen Maße Herzblut und Akribie atmet.

Shed Seven – Instant Pleasures

In Deutschland haben Shed Seven nie richtig durchstarten können. Als die Band in den 1990er-Jahren ihre größten Erfolge feierten war die Band durch MTV natürlich auch hier einem kleinen Kreis eingefleischter Britpopper bekannt, aber gegen die großen Bands des Genres sind sie hier nie angekommen.

Morrissey – Low In High School

Man muss sich Morrissey am besten als Grumpy Cat vorstellen. Ich glaube das genügt, um sich nicht zu sehr über ihn aufregen zu müssen. Einige Artikel habe ich in den vergangenen Tagen gelesen, die ihn mal als Wiedergänger rechter Ideen sehen, dann wieder als Verschwörungstheoretiker oder einfach als Mann, dem die Romantik seiner Lieder abhanden gekommen ist. Den Brexit findet er super, Donald Trump hasst er und vom Konsum von Nachrichten empfiehlt er sich fernzuhalten.

Seaway – Vacation

Seaway sind 2011 aus der kanadischen Hardcoreband The Fellowship hervorgegangen und seit dem doch recht umtriebig gewesen. Zu den drei EPs gesellt sich nun mit “Vacation” das dritte Album hinzu. Abgesehen davon waren die Jungs mit Bands, wie The Wonder Years, Neck Deep, Bayside, Moose Blood oder Real Friends auf Tour.  Da kann man schon grob erahnen in welchen musikalischen Sphären sich Seaway bewegen. Cleane Gesangsparts mit schönen Melodien vereinen all diese Bands und eben diese bestimmen auch den Sound von Seaway.

Novo Amor & Ed Tullett – Heiress

Manchmal frage ich mich echt, warum ich diesen Job mache und warum ich Alben wir „Heiress“ überhaupt bespreche? In diesem konkreten Fall kann ich es sagen. Ich sitze im Zug und habe nur drei Platten dabei. Man weiß ja vorher nicht, wie kacke man die ein oder andere Veröffentlichung findet.

Elton John – Diamonds

Man merkt an den Veröffentlichungen der großen Plattenfirmen, dass es stark in Richtung Weihnachtsgeschäft geht. Kein Mensch braucht eigentlich eine weitere Greatest Hits-Platte von Elton John. Und doch ist „Diamonds“ eine schöne Zusammenstellung, die seine mittlerweile 50 Jahre währende Zusammenarbeit mit dem Songwriter Bernie Taupin feiert.

Heimatt – The Greatest Story

Wäre da nicht dieser hohe, nölige und stets mit Mengen an Hall unterlegte weinerliche Gesang, könnte ich Heimatt vielleicht gut finden. Es gibt nämlich gute Gründe, sich diese, leider zu soft geratene, Platte anzuhören. Heimatt bieten zumindest eine interessante Mischung aus Elekto-, Pop- und Singer-Songwriter-Klängen. Manchmal wirken sie etwas wie Placebo („Cynical“), an besseren Stellen wie Jack Garratt („Beneath The Surface“) und dann wiederum wie Coldplay („Berlin“). Für Abwechslung ist also gesorgt.

Stereophonics – Scream Above The Sounds

Die Stereophonics sind eines dieser britischen Musikphänomene. Sie haben viele Alben veröffentlicht und raue Mengen davon verkauft. Die Singles setzten sich Wochen und Monate in den Charts fest und mit Preisen wurden sie auch überhäuft. Allerdings fanden diese Ereignisse fast ausschließlich in Großbritannien statt.