Category Archives: Platten

Living Colour – Shade

Alles an dieser Platte schreit überlaut „Ambition“.  Irgendein Blueskonzept, wofür der alte Robert Johnson einmal mehr herhalten muss (dessen  „Preaching Blues“ auch als Coverversion verhunzt wird). Wo da irgendwelche Verbindungen sein sollen kann ich nicht erkennen.

Kitty, Daisy & Lewis – Superscope

Tatsächlich fällt es mir schwer über dieses Album zu schreiben. Und warum? Weil es so gut ist und ich nichts zu meckern habe. Aber auch, weil es bei der Musik der drei Geschwister Kitty, Daisy und Lewis Durham nichts Neues zu entdecken gibt. Jedes der zehn Stücke auf „Superscope“ ist perfekt arrangiert und optimal abgestimmt auf den Tonträger gebracht. Aber Kitty, Daisy und Lewis lassen immer eine kleine Restwahrscheinlichkeit des Amateurhaften durchschimmern, die diese Platte wirklich schön und hörenswert macht.

Deutsch Amerikanische Freundschaft – DAS IST DAF

Gibt es eine bestimmte Stimmungslage eines Menschen, die das Anhören eines DAF Stückes wahrscheinlich macht? Oder kann man die Musik der beiden Pioniere des deutschen Punk, der Wegbereiter des Techno, nur unter wissenschaftlichen Aspekten auf der Suche nach Erkenntnissen bei der Einordnung avantgardistischer Musik und deren Nähe zum Kommerz anhören? Eines dürfte klar sein: nur so zum Spaß bei der Yoga-Stunde, beim Spülen oder im Supermarkt wird der Konsum dieser Klangware schwierig bis unmöglich.

Foo Fighters – Concrete And Gold

Ich wollte das Foo Fighters-Album mit dem fettesten Sound aller Zeiten machen. Eine gigantische Rock-Platte, aber mit einem Greg-Kurstin-esken Feeling für Melodie und Arrangement… eine Motörhead-Version von ‚Sgt. Pepper‘… oder so etwas in der Art“.

Hot Water Music – Light It Up

Eigentlich haben mich Hot Water Music in den vergangenen 15 Jahren nur enttäuscht. Das liegt zum einen an der hohen Messlatte, die sich die Band aus Gainesville mit Alben wie „Forever And Counting“ (1997) und „A Flight and a Crash“ (2001) selbst gelegt hat, zum anderen aber auch an der Grütze, die sie zwischenzeitlich veröffentlichten. Mit ihrem neuen Album „Light It Up“ enttäuschen Hot Water Music nicht – vom Hocker reißen tut das Album aber auch nicht.

Mazzy Star – So Tonight That I Might See

Bemerkenswert, wie ein einzelner Song die Zeit zurückdrehen kann. Mazzy Star haben sich 1989 gegründet und bis heute vier Alben aufgenommen. Ihr hervorragendes zweites Album „So Tonight That I Might See“ wird nun von Universal Music erneut auf Vinyl veröffentlicht. Zum Glück, sonst wäre diese fantastische Band vielleicht in Vergessenheit geraten.

OMD – The Punishment Of Luxury

Huch, wo kommen die denn jetzt auf einmal wieder her? Orchestral Manoeuvres In The Dark, kurz OMD, veröffentlichen mit „The Punishment Of Luxury“ bereits ihr 13. Studioalbum. Das haut den Hörer jetzt nicht unbedingt direkt vom Stuhl, stilvoller und besser als das aktuelle Erasure-Album ist es aber auf jeden Fall.

Romano – Copyshop

Romano (alias Roman Geike), der Köpenicker Zöpfchen-Rapper, ist zurück. Mit seinem Debüt-Album „Jenseits von Köpenick“ verteilte er noch Klapse auf den Po und rief dazu auf, die Banken abzufackeln. Auf dem neuen Langspieler „Copyshop“ ist wieder alles drauf, was am Rand von Berlin so getrieben und diskutiert wird.

Interpol – Our Love To Admire

Das wahrscheinlich bekannsteste Interpol-Album „Our Love To Admire“ bekommt von der Plattenfirma zum 10-jährigen Jubiläum einen Neuauflage in drei verschiedenen Varianten spendiert. Neben einer CD/DVD erscheinen auch noch zwei verschiedene Vinyl-Versionen. Wobei der Unterschied darin liegt, dass der einen DoLP die DVD beiliegt, der anderen nicht. Sowohl das Studioalbum, als auch das Livekonzert aus dem Jahre 2007 (aus dem Astoria in London) zeigen eine Band in Höchstform.