Category Archives: Platten

Jen Cloher – dto.

Jen Cloher ist eine australische Musikerin, die seit mehr als zehn Jahren Alben und EPs veröffentlicht. Cloher ist aber auch die Lebensgefährtin von Courtney Barnett, was zum einen natürlich für medienwirksame Aufmerksamkeit sorgt, gleichzeitig aber auch einen Hinweis darauf gibt, dass Musik und Texte der Australierin ziemlich kompromisslos sein dürften.

88 Fingers Louie – Thank You For Being A Friend

88 Fingers Louie haben sich bereits 1993 in Chicago gegründet. Ihre ersten musikalischen Gehversuche wurden direkt von Fat Wreck Chords begeleitet, was dem kundigen Leser natürlich schon eine grobe Richtung vorgibt. Jip, die Band um Sänger Denis Buckley spielt melodischen Punkrock, ohne allerdings die Straße aus dem Auge zu verlieren.

Vérité – Somewhere In Between

Auf ihrem Debütalbum „Somewhere in Between“ legt Vérité eine selbstbeherrschte Stärke an den Tag, die aus ihrer jahrelangen Arbeit als unabhängige Künstlerin resultiert. Die in Brooklyn lebende Sängerin, die bürgerlich eigentlich Kelsey Byrne heißt und im Alter von 16 begann Shows in New York zu spielen, gründete ihr Solo-Projekt Vérité mit Anfang 20 und verbrachte die folgenden Jahre damit, ihren einzigartigen Alt-Pop-Sound auszuarbeiten.

Melvins – A Walk with Love and Death

1994 brachte die Band „snivleM“ ein Album namens „Prick“ auf dem sich damals auf seinem Höhepunkt befindlichen Noiserock-Label Amphetamine Reptile Records raus. Die Platte besteht hauptsächlich aus Tapeloops, Fieldrecordings, freier Improvisation sowie einer Coverversion und ist nahezu unanhörbar.

The Riptide Movement – Ghosts

Man kann es eklektizistisch oder geklaut nennen, aber The Riptide Movement stellen auf ihrer aktuellen Platte einen schönen Setzkasten aus bereits gehörten Sounds und Melodien zusammen, die sehr gut produziert, das Hörerherz erfreuen.

Itchy – All We Know

15 Jahre, 900 Shows, sieben Alben… so die bisherige Bilanz der Itchy Poopzkids. Zeit den vorpubertären Namen etwas zu entschärfen, man ist ja keine 16 mehr. Das siebte Album „All We Know“ erscheint also nur noch unter dem Namen Itchy. Besser wird es dadurch aber auch nicht.

V.A. – Punk Goes Pop (Vol. 7)

Die Punk Goes…-Reihe wurde von Fearless Records Anfang der 2000er-Jahre ins Leben gerufen. Der ultrawitzige Clou der Compilations ist, dass „Punk“-Bands sich Songs aus anderen Genres vornehmen. Neben Metal, Classic Rock, den 1980er- und 1990er-Jahren scheint vor allem die Pop-Variante ganz gut zu laufen. Zumindest erscheint nun die siebte Auflage mit sinnfreien Coverversionen.

King Gizzard & the Lizard Wizard – Murder of the Universe

Erstes Update im Gizzard Fünf-Album-Plan. Nachdem beim ersten Entwurf „Flying Microtonal Banan“ noch die Exploration orientalischer Harmonien Thema war, geht es hier um den gizzardschen Ansatz einer Rockoper. Eine durchgängige Geschichte wird erzählt, kurze Stücke bzw. Suiten in mehreren Teilen bilden den musikalischen Rahmen, der immer wieder mit über die Musik gelegten Erzählparts ergänzt wird.

Baba Shrimps – Road To Rome

Ich glaube nicht, dass es ein Kompliment ist, eine Band mit der finnischen Gruppe Sunrise Avenue zu vergleichen. Deshalb will ich diesen Vergleich an dieser Stelle wagen. Leider hört man sowohl bei den Finnen als auch bei den Schweizern von Baba Shrimp, dass sie ihre Texte nicht in ihrer Muttersprache dichten. Der holprige Umgang mit der englischen Sprache wird hier als Deckmantel verwendet, um Belanglosigkeiten aufzumotzen und so für die wenig anspruchsvolle Kundschaft noch leichter verdaulich zu machen.