Category Archives: Platten

Liza & Kay – Mit der Aussicht Einsicht

Tja, ganz schön schlau „Ohrwurm“ als Single/ Video zu veröffentlichen. Der Song ist nämlich ganz schön gut, auch wenn das offizielle Video irgendwo zwischen Charme und Fremdscham pendelt. Und weil der Rezensent, nachdem er das Video angeschaut hat, in einem schwachen Moment zu „Charme“ tendierte, hat die Promofirma ihren Job gemacht und ihn direkt mit einer schön gemachten CD bemustert.

Helgen – Halb oder gar nicht

Oft ist es ja leider so, dass die Texte von Deutschen Bands sehr ausgefeilt und bedeutungsschwer daher kommen, die Musik aber nicht den allgemein geltenden Anforderungen an zeitgemäße Pop-Niveauansprüchen genügen.

The Duke Spirit – Sky Is Mine

„Bei all der Scheiße auf der Welt, die wir täglich durchstehen müssen, habe ich auf dem Album versucht die herzrasende Liebe festzuhalten, die man für dieses Leben eben immer noch hat. Ich singe von Arroganz, Egomanie und den Grausamkeiten, die wir täglich erleben. Ich möchte sie auflösen, in dem ich von oben mir einer goldenen, glühenden Gutmütigkeit darauf pisse.“

We Invented Paris – Catastrophe

Das neue Album von We Invented Paris heißt nicht nur „Catastrophe“, nein es ist auch eine Katastrophe. Zumindest für diejenigen Fans der Band, die den neuen Weg mitten hinein in die Untiefen des Belanglos-Pops nicht mitgehen wollen.

Texas – Jump On Board

Texas gibt es gefühlt schon immer. Die 1986 in Glasgow gegründete Band hatte zu Beginn ihrer Karriere auch einige große Hits. Mit 40 Millionen verkaufter Alben gehören Texas demnach auch zu den großen Bands der 1990er-Jahren. Dass sie 2017 immer noch soliden Pop/Rock spielen ehrt die Briten. Auch wenn keine großen Hits mehr zu erwarten sind, für das Formatradio reicht es allemal.

Arcade Fire – Everything Now

Der Titeltrack beginnt wie die Titelmusik eines Rosamunde Pilcher-Films im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Man muss während des Hörens des neuen Arcade Fire-Albums manchmal erschrocken feststellen, wie poppig und klebrig die Kanadier mittlerweile geworden sind. Zum Glück kriegen sie auf Albumlänge doch nochmal die Kurve – so gerade.

Lana Del Rey – Lust For Life

Um den Sound oder besser die erzeugte Stimmung von Lana Del Rey zu beschreiben, nimmt man sich am besten den letzten Song auf ihrem aktuellen Langspieler „Lust For Life“ namens „Get Free“. Die Strophe erinnert hier stark an das melancholische „Creep“ von Radiohead, allerdings mündet der Song bei ihr nicht in ein aggressives Gitarrenriff mit ekstatischem Gesang. Bei Lana Del Rey erfolgt die „Reinigung“ oder das „Entladen“ allerhöchstens in einer schönen poppigen Melodie, die nach innen gekehrt auf den selbst gemachten Frieden hindeutet.

Iron & Wine – Beast Epic

Sam Beam hat wieder ein Album aufgenommen. Unter dem Namen Iron & Wine tut er das bereits seit 15 Jahren. Immer auf hohem Niveau, immer sehr stilvoll und bedacht. Dass seine Singer-/Songwriter-Alben und EPs dabei nicht immer auf meine Gegenliebe stießen, lag in den vergangenen Jahren vor allem an der Belanglosigkeit, die das Genre im Allgemeinen durchzog. Mit „Beast Epic“ ist Beam wieder am Start – und zwar mit seinem besten Album seit 2004.

John Garner – Writing Letters

Dreistimmiger Gesang, ein folkrockiger Sound und traditionelle Instrumentierung. Dazu eine frische Priese irische Lebensfreude und eine stampfende Bassdrum, die so mitreißend sein soll, dass man kaum die Füße still halten kann. Ja, so stellt sich die Bandbio den Indie-Folk der Augsburger John Garner vor.