Category Archives: Allgemein

Jenny Berkel – Pale Moon Kid

Verschnupft. Kann nicht rausgehen, das Mammut jagen. Kann nicht mit den anderen Goonies den Schatz des einäugigen Willie finden. Kann nicht vor der Kneipe stehen und mit dem Poptribunal über die Großartigkeit der neuen Single von Sting schwadronieren. Kann nicht den Himalaja durchwandern. Kann keine Hühnersuppe essen. Habe stattdessen ein Huhn gebadet, heiß, mit ganz viel Schaum und Rücken schrubben. Das Badewasser schmeckte schaurig und hat nichts geholfen. Bin verschnupft. Muss rezensieren.

V.A. – Original Motion Picture Soundtrack „Tschick“

Im Moment kommt man an „Tschick“ nicht vorbei. Zu omnipräsent ist die Werbung für die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman, über zwei Ausreißer, die sich mit einem schäbigen Lada auf machen, erwachsen zu werden. Dass der Soundtrack zum Film von Regisseur Fatih Akin demnach eher das junge Publikum anspricht passt wie die Faust auf´s Auge.

Melvins – Basses Loaded

Die Melvins sind wie Spinal Tap, bloß mit Bassisten. Dauernd ist einer wieder weg. Über all die Jahre hat sich da so einiges an Ex-Bassern angesammelt. Unter anderem, Matt Lukin von Mudhoney, Kevin Rutmanis von The Cows und die Tochter von Shirley Temple. Da die Melvins, als Kern, eine seit mehr als 20 Jahren funktionierende Ehe führen, muss man das mit den Bassisten wohl als eine Art Swinger-Attitüde sehen, um die Säfte am Fließen zu halten.

Boys Noize – Mayday

Vor einigen Jahren wäre es mir sicherlich nicht in den Sinn gekommen, ein Album von Boys Noize zu besprechen. Doch dann schleppte mich ein ehemaliger Crazewire-Redakteur auf den Boys Noize-Auftritt beim Berlin Festival 2010.

Iggy Pop – Post Pop Depression

Eine Superband. Schon wieder. Wie sich Marco Polo dem Thron des großen Kublai Khan nähert, auf allen Vieren kriechend, den Blick ehrfürchtig gesenkt, nähere ich unwürdiger Wurm mich meinem Laptop, taste blind nach dem Play Button und starte den Stream von „Post Pop Depression“.

Brian Fallon – Painkillers

Man sollte das erste richtige Soloalbum von The Gaslight Anthem-Sänger Brian Fallon wirklich unvoreingenommen Hören. Dann entfaltet es eine Schönheit, die man dem Musiker so gar nicht mehr zugetraut hätte.

Turbostaat – Abalonia

Nach 16 Jahren und fünf Studioalben wagen Turbostaat mit ihrem sechsten Werk den Schritt zu einer zusammenhängenden Narration. „Abalonia“ erzählt in zehn Liedern die fiktive Geschichte der Frau Semona, die ihr ursprüngliches Umfeld verlässt und sich auf die Suche nach einem lebenswerten Ort begibt: „Denn alles ist besser als der Tod“.

Nadeah – While The Heart Beats…

Oh, das hier könnte das erste Ausrufezeichen im Jahr 2016 werden. Nadeah, besticht auf ihrem zweiten Album „While The Heart Beats…“ durch großen Popmusik-Gestus, tanzbarem Disco-Groove und einem gewissen Indie-Charme.

Ciaran Lavery – Not Nearly Dark

Der nordirische Singer-/Songwriter Ciaran Lavery veröffentlicht nun sein Debütalbum „Not Nearly Dark“ auch in Deutschland. Passend zur Jahreszeit gibt es melancholische Songperlen, die ebenso gefühlvoll wie aufrichtig sind.