All posts by René Grandjean

Conor Oberst – Live in Köln (21.01.2017)

Vor zehn Jahren, die sich wie hundert anfühlen, hatte ich bereits einmal das Vergnügen, Conor Oberst im Gloria in Köln live zu erleben. Damals war ich in Begleitung, heute bin ich allein, so wie Conor auch ohne seine Band Bright Eyes angereist ist. „An Intimate Solo Performance With“ verhieß die Werbung. Für intim ist es reichlich voll im Gloria, Kölns schönster Location.

Vorbericht: The Temperance Movement – Live in Köln

Wer denkt, Bluesrock wäre lediglich Musik für bierbäuchige Nostalgiker, der irrt. The Temperance Movement aus London sind energetisch genug, diesem dahinsiechenden Genre eine Überdosis Energie zu injizieren und es in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zurück zu katapultieren. Zugegeben, das ist wahrscheinlich längst geschehen, eröffnete die Band doch bereits 2014 für niemand geringeren als die Stones.

Sting – 57th & 9th

Als Sting sich nach Jahren voller Eskapaden entschloss, wieder ein rockiges Album zu machen, wuchsen die Erwartungshaltungen gen Himmel. Endlich wieder Zerbrechlichkeit und Felder aus Gold! Und siehe da, die Vorabsingle „I Can’t Stop Thinking About You“ gefiel. Ein treibendes Gitarrenpicking, marschierendes Schlagzeug, hymnischer Refrain. Natürlich klingt sie nach The Police, was aber nicht überraschen sollte, immerhin war Sting dort Sänger und Bassist, aber das kann ja nicht jeder wissen.

Christian Kjellvander – A Village: Natural Light

Der schwedische Songwriter Christian Kjellvander, der in einer alten Kirche lebt und aufnimmt, hat für sein neues Werk einen Teilzeitjob auf einem Friedhof angenommen, berichtet RP-Online. Er wollte, dass die Erfahrung aus einer handfesten Arbeit in seine Songs einfließt. Und tatsächlich ist „A Village: Natural Light“, eingespielt mit dreiköpfiger Band und Gästen, reich an natürlichen Raumklängen und morbidem Charme, was Ortswahl und Inspirationsquelle offenkundig legitimiert.

The Cure – Live in Köln (10.11.2016)

Zweiunddreißig Jahre mussten vergehen, zwischen dem Kauf meines ersten The Cure-Albums und dem Moment, in dem Robert Smith, Simon Gallup und ich sich endlich im selben Raum befinden. Ob es für die beiden so schön war wie für mich, dass kann ich nur hoffen. Vielleicht haben sie mich aber auch gar nicht bemerkt, denn es war ein wirklich großer Raum mit Siebzehntausend Menschen. The Cure live in der Lanxess Arena zu Köln.

The Wytches – All Your Happy Life

Die Tage kurz, die Nächte endlos, Düsternis hat die Welt umfangen. In jenen schweren Stunden fürchte ich keine Horror-Clowns, keine Apokalypse, weder Tod noch Teufel. Was mir Angst zu machen vermag ist längst geschehen. Eine meiner Liebsten ging von uns. Sie und ich, wir kannten uns seit 2010, trafen einander wie zufällig in einer stürmischen Halloweennacht.

Purple – Bodacious

Ich wette, die Schweine in der Redaktion haben einen Heidenspaß, wenn sie die Alben für die Rezensionen verteilen. Das geht dann sicher so: „Oh, hör’ mal, das schicken wir dem Grandjean, das wird er hassen!“ Biere werden geöffnet, man prostet sich zu und macht Furzgeräusche mit den Achselhöhlen. (in etwa genau so. Anm. d. Red.) Mobbing ist das, was ich nicht länger hinnehmen werde. Arbeitsrechtliche Schritte sind eingeleitet.