All posts by Lasse Paulus

Editors – Violence

Sehr wahrscheinlich ist es so, dass das neue Editors-Album „Violence“ ähnliche Begeisterungsstürme auf dem Musikmarkt auslöst wie ein neues The Killers oder Elbow Album. Höchst wahrscheinlich ist es so, dass das sechste Studioalbum keinen mehr überrascht und keinen einzigen Menschen zu einem neuen Editors Fan werden lässt. Und ziemlich sicher ist es so, dass die Editors ihre heißeste Zeit hinter sich haben.

Satanic Surfers – Back From Hell

Okay, die Satanic Surfers brauchen genau 5 Sekunden, dann ist der geneigte Hörer wieder 16, hat eine kurze Hose und ein NOFX-Shirt an und springt geistig von irgendeiner Bühne zu irgendeiner der unzähligen Melodycore-Bands, die vor 25 Jahren die Welt der Punk-Kids unsicher gemacht haben. Schöne Erinnerung, die 2017 allerdings etwas fehlplatziert wirkt.

Lupid – Am Ende des Tages

Die Jungs von Lupid sind bestimmt voll nett. Das glaub ich wirklich. Ich glaube auch, dass die drei Musiker das Herz am richtigen Fleck sitzen haben. Ihre Musik ist aber so dermaßen schwach, dass ich mich wirklich frage, warum man sie a.) ernsthaft macht und b.) wer sie sich ernsthaft anhört (okay, 80.000 Klicks auf das neue Video innerhalb von nur einer Woche sind schon ziemlich respektabel. Eine Zielgruppe scheint also vorhanden).

Hannes Wader – Macht´s gut!

Berlin, 30. November 2017, 22 Uhr 30: Hannes Wader hört auf. Nach unzähligen Auftritten legt er die Gitarre zur Seite und überlässt die Bühne seinen Enkeln. Jeder kennt die ersten Zeilen seines bekanntesten Liedes „Heute hier, morgen dort“, jeder weiß, dass Hannes Wader der Bob Dylan oder Willie Nelson der deutschen Folk-Szene ist.

Reggie And The Full Effect – 41

Dass James Dewees (im positiven Sinne) einen an der Klatsche hat, beweist er seit Jahren mit seiner Band/ seinem Projekt Reggie And The Full Effect. Das ändert sich auch nicht auf seinem siebten Album „41“. Irgendwo zwischen Atari, Punk und Soundcollage haut der The Get Up Kids-Keyboarder unhörbaren Schrott raus, nur um wenig später, den Hit des Jahres auf den Hörer loszulassen.

Sorority Noise – YNA_AYT

Zur Abwechslung mal eine Punkband, die ein Akustik-Album aufnimmt. Da werde ich vor Aufregung direkt ganz nervös. Punk… Akustik… Geil. Also ehrlich, ich finde die Idee mittlerweile so abgenutzt und lahm, dass ich erstmal wenig Lust verspüre mir „YNA_AYT“ in voller Länge anzuhören.

Buffalo Tom – Quiet And Peace

Sie gehören zu den besten Alternative-Rockbands der 1990er-Jahre – Buffalo Tom. Auch ohne große Hits oder riesige Fanbase schaffte es das Trio, für sich eine eigene kleine Nische zu finden und es sich darin kuschelig zu machen. Mit ihrem neuen Album „Quiet And Peace“ überzeugen sie mal wieder auf ganzer Linie. Auch wenn das wahrscheinlich wieder viel zu wenig Menschen mitbekommen werden.

Hot Snakes – Jericho Sirens

Nach viel zu langem Warten ist sie endlich da, die neue halbe Stunde Hot Snakes. Die Vorab-Single „Six Wave Hold-Down“ ließ schon Großes erwarten und nach mehrmaligem Durchhören ist klar, dass die Platte ihren Platz neben „Suicide Invoice“ oder „Automatic Midnight“ verdient hat.