All posts by Lars Lindner

Mew – Visuals

Gewohnt opulent geht es auf dem neuen Album von Mew zu. Der hohe Gesang von Jonas Bjerre, der auch die Rhythmusgitarre bearbeitet bildet mit einigen Keyboardflächen, der Leadgitarre von Bo Madsen und dem treibenden Schlagzeug von Silas Utke Graae Jørgensen eine verträumt-dänische Postrock-Variante.

Black Lips – Satan´s Graffiti or God´s Art?

Die neue Platte der Black Lips ist wirklich gut geworden. Auf „Satan´s Graffiti or God´s Art?“ stellt uns die Band aus Atlanta einen interessanten Mix aus Psychobilly, Surf-Sound und Western-Romantik zusammen. Dies alles wird mit mehreren krächzenden Stimmen, vielen Gitarren und einem Saxophon veklebt.

Milky Chance – Blossom

Seit 2012 die Single „Stolen Dance“ auf You Tube einige hunderttausend Klicks erhielt, ist bei Milky Chance viel passiert. Sie haben nach diesem Erfolg eine Plattenfirma gegründet und ihre Singles selbst vermarktet, wurden in einigen europäischen Ländern auf Platz eins der erfolgreichsten Singles gelistet und traten in US-amerikanischen Fernsehsendungen auf.

Mighty Oaks – Dreamers

Alte Leute tragen gern beige. Mit beige liegt man bei der Wahl seiner Kleidung immer richtig, geht sich selber und allen anderen nicht auf die Nerven und muss sich nicht ständig Gedanken über Trends und Moden machen. Das ist etwas langweilig, aber halt auch sehr praktikabel. Als junger Mensch hätte ich diese Haltung verabscheut. Mit den Jahren kann ich verstehen, dass man sich festlegt, um nicht immer wieder über die gleichen Sachen nachdenken zu müssen und so Zeit für Dinge gewinnt, die einem wichtiger sind.

Pohlmann – Weggefährten

Ich hatte vor dem Erscheinen des aktuellen Albums von Pohlmann zwei Begegnungen mit seiner Musik. Die erste war 2007, als er bei Stefan Raabs Bundesvisionsongcontest mit seiner Gitarre für Nordrhein Westfalen antrat und seinen Song „Mädchen und Rabauken“ spielte, der dann auch eine ordentliche Bewertung bekam und auf Platz 5 von 16 Teilnehmern landete.

Spoon – Hot Thoughts

Die Band Spoon gibt es schon seit 1994. Seitdem haben sie sich den Ruf einer amerikanischen Indie-Rock-Institution erspielt. Die fünf Musiker aus Austin Texas wissen, wie man einen radiotauglichen Song macht und wie man Musik produziert, die haarscharf am Mainstream vorbei durch die Ohren der Hörer, direkt in ihre Beine dringt.

Bilderbuch – Magic Life

„Bilderbuch“ sind jung, frech und unbekümmert. Nur vor diesem Hintergrund verzeiht man ihnen die beknackten Texte, die nervenden Gitarrensoli und den permanenten Einsatz von Octavern, Autotune und bunten Polyester-Pullovern.