All posts by Freda Ressel

Tiger Lou – Live in Köln (06.12.2016)

Tiger Lou und das Gebäude 9, das gehört zusammen. Zweimal durfte ich die sympathischen Schweden hier bereits erleben, in einer Halle, in der ich ohnehin noch nie einem schlechten Konzert beiwohnte. Vom ebenfalls fantastischen Rheinkulturauftritt vor elf Jahren brauche ich gar nicht zu sprechen – die Band ist live eine ziemlich sichere Bank.

Pretenders – Alone

Wer heutzutage Wert auf einen „handgemachten“, rauen Sound legt, kommt an Dan Auerbach von den Black Keys als Produzent kaum noch vorbei. Dass Chrissie Hynde das eigentlich als Solowerk geplante Album „Alone“ unter dem Namen ihrer Band herausbringen kann, obwohl niemand des Pretenders-Personals an der Platte mitgearbeitet hat, verdankt sie vor allem Auerbachs Handschrift, die er sowohl in der Produzentenposition als auch an der Gitarre hinterlässt.

Stoppok – Live in Köln (10.11.2016)

Es ist der Vorabend der Sessionseröffnung des Kölner Karnevals. Das Gloria ist gut besucht, Schließlich hat Stoppok in der Domstadt eine große Fangemeinde. Das Konzert beginnt direkt mit dem Hauptact, eine Vorband gibt es nicht. „Heute wird zurückgefilmt“ erklärt Stefan Stoppok, der in der Vergangenheit immer wieder die Absurdität, bei Konzerten minderwertige Mitschnitte mit dem Handy zu machen und ins Internet zu stellen, scherzhaft kritisierte, die heutige Aufzeichnung des Konzertes.

The Lucid Dream – Compulsion Songs

Luzides Träumen, auch Klarträumen genannt, ist eine abgefahrene Sache – der Träumende ist sich über seinen träumenden Zustand bewusst und teilweise in der Lage, das Geschehen zu beeinflussen und so seine Träume in unterschiedliche Richtungen zu lenken. Diese Fähigkeit kann erlernt werden – man bezeichnet Menschen, die gezielt klarträumen können, als Oneironauten („Traum-Seefahrer“), was definitiv in die Liste der der Welt schönsten Worte gehört.

John K. Samson – Winter Wheat

Vor 15 Jahren besuchte ich die Rheinkultur in Bonn und hatte einen der besten Festivaltage aller Zeiten. Angereist war ich vor allem für Ash sowie Incubus und Jimmy Eat World, die ärgerlicherweise zeitgleich im strömenden Regen spielten (für die Entscheidung, die Kalifornier vorzuziehen, trete ich mich heute noch regelmäßig innerlich in den Hintern).

Myles Sanko – Just being me

Warmer Soul für die kalten Tage – der in Ghana geborene Brite Myles Sanko wandelt auf dem Pfad, den Aloe Blacc nach seinem Hit-Album „Good Things“ leider für dancelastigere Gefilde verließ: Verspielter, klavierlästiger Soul nach dem Vorbild von Gaye, Redding und Withers.

Stoppok – Operation 17

Siebzehn! Wer nicht glauben kann, dass Stoppok mittlerweile schon so viele Alben aufgenommen hat, kann im Booklet nachzählen. Da gibt es eine Auflistung aller bis dato erschienenen Platten. Dass er dabei immer noch den Luxus hat, ohne große Plattenfirmen im Nacken stoisch seinen wunderbar speziellen Stiefel zwischen großartiger Lyrik und satirischen Anekdoten zu fahren, verdankt er einer sehr treuen Fangemeinde, die er sich vor allem durch seine außergewöhnlichen Konzerte erspielt hat.