All posts by Freda Ressel

Dashboard Confessional – Crooked Shadows

Es gibt so Bands, die sind einem vor vielen Jahren sehr ans Herz gewachsen, auch wenn man mittlerweile nicht mehr so oft die Platten auflegt. Wenn die alten Songs dann von Freunden oder gut informierten DJs nochmal aufgelegt werden, freut man sich einen Ast. Oder wenn sie einem beim Karaoke wieder einfallen.

And The Golden Choir – Breaking With Habits

Gibt es eigentlich wissenschaftliche Untersuchungen dazu, dass so viele Musikperfektionisten vor allem trübsinnige Musik machen? Thom Yorke, Steven Wilson, Mark Hollis… und auch Tobias Siebert darf sich dazuzählen. Nach der grandiosen New Wave-Hommage „Desintegration“ seiner Band Klez.e im vergangenen Jahr legt er nun den nicht weniger schwermütigen Zweitling seines Soloprojekts And The Golden Choir nach.

Iron & Wine – Live in Köln (30.01.2018)

Es gibt so Tage, da kann es einem keiner recht machen. Da kommt man in einen wunderschönen Saal wie das Gloria, und ist einfach nur genervt von der Tatsache, dass da überall Menschen sind. Weil es halt ausverkauft ist. Dann mag man vielleicht noch die Vorband nicht so richtig, es ist warm und eng, alle sind größer als man selbst und irgendwie macht sich die Befürchtung breit, dass man vielleicht doch langsam zu alt für ausverkaufte Konzerte wird.

Rustre – Still Afraid Of Heights

Manchmal brauchen gute Dinge halt Zeit. „The Start“, der Opener des Debüt-Longplayers von Rustre, startet mit einer vor drei Jahren aufgenommenen Strophe, während die Zweite erst einen Monat vor dem Release entstand. Nicht nur daran merkt man, dass der Leipziger Künstler ein Perfektionist ist, dessen Musik im gleichen Maße Herzblut und Akribie atmet.

Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt

Im Herbst 2011 besuchte ich in Würselen ein Doppelkonzert von Gisbert zu Knyphausen und Thees Uhlmann. Mit dabei war meine hochschwangere Schwester, die der Grund war, dass wir letzendlich einen Premiumplatz auf der Bühne bekamen – die verregneten Steinbänke des Amphitheaterartigen Burghofs wollte ihr keiner zumuten. Konzert, Atmosphäre, die Vorfreude auf meine erste Nichte, alles war perfekt.

Erasure – World be gone

Aus nicht ganz unverständlichen Gründen tun sich einige Bands, die ihre große Zeit in den 1980er-Jahren hatten, etwas schwer damit, in Würde zu altern. Manchen, wie Depeche Mode (deren letzter megaguter Song zugegebenermaßen leider auch schon ein paar Jahre her ist) oder New Order haben sich erfolgreich an zeitgenössische Soundästhetik angepasst. Jimmy Somerville profitiert von der Retro-Disco-Welle, die Daft Punk mit dem letzten Album losgetreten haben, und A-ha beziehungsweise Morten Harket machen einfach immer den gerade aktuellen Mutti-Radio-Pop nach und fallen damit wenigstens nicht negativ auf.

The Shins – Heartworms

Holla! Mit „Name for you“, dem Opener des ersten Shins-Albums seit fünf Jahren, zeigt James Mercer, dass er nicht vor hat, Gefangene zu machen. Der Song kombiniert die großen Stärken der Band, die extreme Melodieverliebtheit und das zappelige Songwriting, das vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt, um immer wieder bei grandiosen Refrains zu landen.