All posts by Freda Ressel

Erasure – World be gone

Aus nicht ganz unverständlichen Gründen tun sich einige Bands, die ihre große Zeit in den 1980er-Jahren hatten, etwas schwer damit, in Würde zu altern. Manchen, wie Depeche Mode (deren letzter megaguter Song zugegebenermaßen leider auch schon ein paar Jahre her ist) oder New Order haben sich erfolgreich an zeitgenössische Soundästhetik angepasst. Jimmy Somerville profitiert von der Retro-Disco-Welle, die Daft Punk mit dem letzten Album losgetreten haben, und A-ha beziehungsweise Morten Harket machen einfach immer den gerade aktuellen Mutti-Radio-Pop nach und fallen damit wenigstens nicht negativ auf.

The Shins – Heartworms

Holla! Mit „Name for you“, dem Opener des ersten Shins-Albums seit fünf Jahren, zeigt James Mercer, dass er nicht vor hat, Gefangene zu machen. Der Song kombiniert die großen Stärken der Band, die extreme Melodieverliebtheit und das zappelige Songwriting, das vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt, um immer wieder bei grandiosen Refrains zu landen.

V. A. – Machs besser: 25 Jahre Die Sterne

Wenn eine Band wie Die Sterne Geburtstag feiert, muss man nicht mit Gratulanten à la Revolverheld und Silbermond rechnen. Zum Glück. Auf dieser 2CD-Tribute-Zusammenstellung findet sich eine von Frank Spilker und Co. selbst ausgewählte wilde Mischung von Bands aus dem deutschsprachigen Raum, die sich alle weitab vom Mainstream bewegen.

Elbow – Little Fictions

Was ist denn mit Elbow los? Der Opener ihrers siebten Studioalbums, „Magnificent (She says)“, klingt ja geradezu euphorisch. Solche Klänge ist man von den melancholischen Briten um Guy Garvey nun wirklich nicht gewohnt.

Jonah Matranga – Live in Köln (12.12.16)

Das war schon wieder viel zu lang! 2013 hat Jonah Matranga zuletzt rheinische Gefilde besucht, als er ein herausragendes Konzert im Bonner Bla spielte. Drei Jahre später gibt es zwar immer noch kein neues Album, aber zumindest ein paar neue Songs, und das im Underground, seinem Kölner „Wohnzimmer“.

Tiger Lou – Live in Köln (06.12.2016)

Tiger Lou und das Gebäude 9, das gehört zusammen. Zweimal durfte ich die sympathischen Schweden hier bereits erleben, in einer Halle, in der ich ohnehin noch nie einem schlechten Konzert beiwohnte. Vom ebenfalls fantastischen Rheinkulturauftritt vor elf Jahren brauche ich gar nicht zu sprechen – die Band ist live eine ziemlich sichere Bank.