All posts by Eric Hilt

Mark Lanegan – Gargoyle

Gargoylen nennt man diese fratzigen Figürchen an gotischen (bzw., in den US of A, neogotischen) Kirchen. Tiefere Bedeutung oder Selbstbespaßung der Steinmetze, darüber streiten sich die Experten. Auf dem Cover sehen wir einen schmiedeeisernen Zaun, mutmaßlich vor einem Lovecraftmäßigen Haus zu stehen.

Levin Goes Lightly – GA PS

Endlich wieder neue Musik vom schwäbischen D.I.Y. Bowie. Sein letztes Album „Neo Romantic“ war so gut, wie lange nichts mehr. Einmal mehr an dieser Stelle ein Dankeschön an Die Nerven aus Stuttgart, die im Alleingang eine wunderbare Szene an die Oberfläche gezerrt haben, der fast monatlich tolle neue Musik entspringt. Wobei der Levin (ich nenn ihn jetzt einfach mal so, ob er wirklich so heißt?) doch was ganz besonderes ist. Öfter hab ich jedenfalls keine andere Stuttgarter Platte im letzten Jahr gehört.

KRS-One – Live in Düsseldorf (18.03.17)

Die Ankündigung des Konzerts bei facebook hab ich schon als eine kleine Sensation wahrgenommen. Mehr „Realness“ und Credibility, mehr Emcee-Kompetenz und Hits aus nahezu 30 Jahren kriegt ein Rapper alleine gar nicht zusammen. Und das dann auf der intimen Bühne an der Lacombletstraße? True! Kein Wunder, dass der Laden ausverkauft war und die Luft vor´m Haus der Jugend war greifbar aufgeladen von der Erwartung, gleich eine der größten Hip-Hop Legenden überhaupt leibhaftig zu erleben.

King Gizzard & the Lizard Wizard – Flying microtonal Banana

Wie es sich spätestens seit den Beatles für jede anständige Psych-Band gehört, wendet sich auch der King mit dem neuen Album in Richtung der aufgehenden Sonne. Auf dem Album wird aber nicht nur ein bisschen mit orientalischen Sounds rumgespielt sondern gleich konsequent alles auf mikrotonalem Instrumentarium eingespielt. Das hat zur Folge, dass manches nach Dönerbude klingt, einiges nach Bollywood. Das meiste ist aber eine geile, größtenteils ziemlich flott gehaltene Abfahrt.

Bohren und der Club of Gore – Live in Bochum (27.02.2017)

Um das Fazit des Abends in den Worten der Band vorwegzunehmen: Besser kann man einen Rosenmontag nicht verbringen! Das fing schon mit dem Wetter an. Bis zur Ankunft in Bochum hatte es sich ordentlich eingeregnet, inklusive dem einen oder anderen Blitz. Die Gewitterkulisse ging dann nahtlos ins Intro von Bohren und der Club of Gore über, die pünktlich um halb acht in der gut gefüllten Christuskirche ihren Set begannen.

Teenage Fanclub – Live in Köln (17.02.2017)

Da ich aufgrund nachvollziehbarer Hindernisse (Herkunft vom Dorf, Death Metal), eher spät so richtig Checkung von britischer Gitarrenpopmusik entwickeln konnte, hab ich diese Band zu ihrem Zenit natürlich verpasst. Umso schöner, dass sie immer noch tolle Alben aufnehmen und das neueste, nämlich „Here“ von 2016 nun auch ordentlich live vorstellen. Zum Beispiel in Köln im Luxor (übrigens right across the street vom Roseclub, wo ca. 25 Jahre vorher der erste Teenage Fanclub Auftritt in Deutschland stattgefunden hat).

Lieblingsplatte-Festival (Teil 3: Mutter)

Da verpasst man die Bahn und dann fängt das Konzert auch noch früher an (Danke, Ü 30 Party!), und schon hat man ne halbe Stunde Lieblingsplatte verpasst. Super, das gibt die passende miese Laune. Wobei ich mit dieser Lieblingsplatte hier von allen noch am wenigsten anfangen kann, da ich sie kaum kenne.