All posts by Eric Hilt

Mayhem – Live in Köln (05.10.17)

Wenn die Story stimmt, dass die römischen Soldaten unserem Herrn Jesus Christus dunnemals einen in Essig getränkten Schwamm auf seine Wunden drückten, dann ist die Kölner Essigfabrik als Location für die unheilige Messe der norwegischen Mayhem natürlich ziemlich gut gewählt. Und wenn dann auch noch Vollmond ist. Hui. Mehr Atmosphäre geht ja kaum, um das wegweisende Album „De Mysteriis Dom Sathanas“ gebührend zu feiern.

Sankt Otten – Live in Düsseldorf (29.09.2017)

Als erstes möchte ich mich gleich mal bedanken, dass der Herr Thalaron dieses Konzert als Veranstalter möglich gemacht hat. Sankt Otten spielen nun wirklich nicht sehr oft live, wenn sie es dann doch mal tun und man hat es nur ne Viertelstunde bis zur wunderschönen Berger Kirche in der Altstadt, dann ist das natürlich doppelt gut.

Primus – The Desaturating Seven

Mit der neuen Primus geht es mir recht ähnlich wie mit der neuen Living Colour, die ich vor kurzem vorliegen hatte. Bloß nicht grad ganz so fürchterlich. Was hauptsächlich daran liegt, dass Humor bei Primus halt immer noch Priorität hat und deswegen eine Primusplatte niemals in so eine bierernste Muckerei ausarten könnte.

Living Colour – Shade

Alles an dieser Platte schreit überlaut „Ambition“.  Irgendein Blueskonzept, wofür der alte Robert Johnson einmal mehr herhalten muss (dessen  „Preaching Blues“ auch als Coverversion verhunzt wird). Wo da irgendwelche Verbindungen sein sollen kann ich nicht erkennen.

Inheaven – dto.

Inheaven reihen sich in das Spalier junger Pop-Punk/Grunge-Bands ein und verlangen mit ihrem ersten Album Gehör. Die Damen und Herren aus Brighton machen dabei auch vieles richtig, lassen mich im Großen und Ganzen aber eher unberührt zurück. Zu sehr wird hier auf einen Slot auf großen Festivalbühnen geschielt.

Rocket from the Crypt – Live in Düsseldorf Zakk (10.07.17)

Obwohl Rocket from the Crypt für mich von allen San Diego-Bands um Speedo oder Rick Froberg die am wenigsten wichtige ist, hab ich mich auf den Auftritt sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Wo ich aber bei den Hot Snakes jeden Song hätte mitsingen können, bin ich im Output Rocket from the Crypts nicht so bewandert, daher kann ich das Konzert nur so Eindrucksmäßig bewerten und keinen Kommentar zur Setlist abgeben.

King Gizzard & the Lizard Wizard – Murder of the Universe

Erstes Update im Gizzard Fünf-Album-Plan. Nachdem beim ersten Entwurf „Flying Microtonal Banan“ noch die Exploration orientalischer Harmonien Thema war, geht es hier um den gizzardschen Ansatz einer Rockoper. Eine durchgängige Geschichte wird erzählt, kurze Stücke bzw. Suiten in mehreren Teilen bilden den musikalischen Rahmen, der immer wieder mit über die Musik gelegten Erzählparts ergänzt wird.

Mark Lanegan Band – Live in Köln (25.06.2017)

Die 35 Euro im VVK, die vom Veranstalter für die Gargoyle-Tour veranschlagt wurde, waren den meisten wohl doch etwas zu viel, weswegen das Konzert ein downgrade von der Live-Music-Hall ins Luxor erfuhr. Das ließ wieder Sardinenbüchsenatmosphäre erwarten, angesichts der gerade herrschenden Temperaturen eine höchst unangenehme Vorstellung.