Tito & Tarantula – Live in Düsseldorf (22.09.2016)

Am vergangenen Donnerstagabend ging es für uns zu Tito & Tarantula, die im Rahmen ihrer Blood Suckers Summer-Tour einen Abstecher im Düsseldorfer ZAKK machten. Die Band war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich bekannt, aber wenn Regisseur Quentin Tarantino genau diese Musik für einen seiner Filme verwendete, konnte es ja nur etwas besonders sein. Den Song „After Dark“ suchte Tarantino, wie die Meisten wissen dürften, für eine Strip-Szene im Halb-Splatter „From Dusk Till Dawn“ aus.

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Vor dem ZAKK angekommen versammelten sich größtenteils sympathische Rocker mittleren Alters, dazwischen der ein oder andere Hipster um die 20. Für einen Donnerstag war die Halle des ZAKKs ziemlich gut gefüllt, aber noch nicht ganz ausverkauft. Die unspektakuläre Vorband spielte bereits vor dem offiziellen Beginn des Konzerts, so dass ich nur noch die letzten Akkorde mithören konnte.

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Der Weg zur Theke war an diesem Abend unvermeidlich. Ein großes Pils gab es für humane 4 € und die Bedienung war wie immer angenehm zügig. Mit dem frisch gezapftem Glück wollte ich mich nach oben auf die Tribüne begeben, um den Abend hochherrschaftlich zu erleben. Leider hat das ZAKK an diesem Abend keinen Tribünenzugang erteilt. Also ab vor die Bühne.

Gegen 21 Uhr betraten Tito & Tarantula schließlich die Bühne und eröffneten ihren Gig mit „Somebody To Love“. Das Publikum applaudierte voller Elan, wurde jedoch nicht locker in der Hüfte. Vielleicht lag es auch an der statischen Präsenz der Band. Jedes der sechs Bandmitglieder blieb mehr oder weniger auf seinem festen Platz und machte keine Anstalten mit dem Publikum zu kommunizieren.

Die Band spielte eine Setlist von stattlichen 19 Songs, darunter natürlich „After Dark“, „La Bamba“ und „Slow Dream“. Trotz der merklichen Textsicherheit vieler Konzertbesucher hielt sich der Mitsingcharakter in Grenzen. Und doch dürfte am Ende niemand unzufrieden nach Hause gegangen sein.

Offizielle Homepage

Video: Tito & Tarantula – „La Bamba“