New Found Glory – Resurrection

Ob die Welt ein neues New Found Glory-Album braucht? Ich glaube nicht.

Das Debütalbum „Nothing Gold Can Stay“ mit dem formidablen Hit „Hit Or Miss“ hat mich 1999/2000 ziemlich gekickt. Gute Laune aus Florida als Gegenentwurf zur traurigen Emo-Musik, die zu dieser Zeit ziemlich angesagt war. A New Found Glory (damals noch mit „A“; Anm. d. Red.) waren damit dann auch ziemlich erfolgreich. Die nachfolgenden Veröffentlichungen brachten der Band sogar die ein oder andere Goldene Schallplatte ein. Bis zum 2004er-Album „Catalyst“ funktionierte das Ganze verkaufs- und songtechnisch recht ordentlich.

Nun, zehn Jahre und unzählige Pop-Punk/Emo/Pop-Alben anderer Bands später, müssen sich New Found Glory damit abfinden, dass Ihre neuen Songs wahrscheinlich niemanden mehr zu überschwänglichen Gefühlsregungen hinreißen werden. Dabei machen die Jungs eigentlich vieles richtig. Songs wie „One More Round“ oder auch der Opener „Selfless“ machen immer noch Spaß (wären im Sommer aber sicherlich besser aufgehoben, als in den ersten düsteren Herbsttagen). Ich bin mir deshalb auch ziemlich sicher, dass die Europa-Konzerte eine dicke Party werden. Alte Hits und neue treibende Songs, dazu einige kalte Bierchen und ab geht die Sause.

Auf „Resurrection“ macht sich aber bereits beim ersten Hördurchgang Langeweile breit. Spätestens bei „Vicious Love“ fragt man sich, wie lange das Album wohl noch dauert… da ist gerade mal die Hälfte des Albums rum. Die Powerballade „Angel“ ist dann fast schon ärgerlich, so belanglos wie die Nummer aus den Boxen schallt. Zum Glück kriegen New Found Glory danach noch mal die Kurve. Aber für ein zufriedenes Gefühl beim Hörer sorgt das dann auch nicht mehr.

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