Quicksand – Live in Köln (15.11.2017)

Nach 22 Jahren gibt es endlich ein neues Album von Quicksand und das muss natürlich dementsprechend gebührend betourt werden. Es scheint, als habe nicht nur ich sehnsüchtig auf eine Rückkehr der Truppe um Walter Schreifels gewartet. Das Kölner Luxor ist ausverkauft und so finden sich die meisten Anhänger auch schon zeitig zur Show ein.

Morrissey – Low In High School

Man muss sich Morrissey am besten als Grumpy Cat vorstellen. Ich glaube das genügt, um sich nicht zu sehr über ihn aufregen zu müssen. Einige Artikel habe ich in den vergangenen Tagen gelesen, die ihn mal als Wiedergänger rechter Ideen sehen, dann wieder als Verschwörungstheoretiker oder einfach als Mann, dem die Romantik seiner Lieder abhanden gekommen ist. Den Brexit findet er super, Donald Trump hasst er und vom Konsum von Nachrichten empfiehlt er sich fernzuhalten.

Seaway – Vacation

Seaway sind 2011 aus der kanadischen Hardcoreband The Fellowship hervorgegangen und seit dem doch recht umtriebig gewesen. Zu den drei EPs gesellt sich nun mit “Vacation” das dritte Album hinzu. Abgesehen davon waren die Jungs mit Bands, wie The Wonder Years, Neck Deep, Bayside, Moose Blood oder Real Friends auf Tour.  Da kann man schon grob erahnen in welchen musikalischen Sphären sich Seaway bewegen. Cleane Gesangsparts mit schönen Melodien vereinen all diese Bands und eben diese bestimmen auch den Sound von Seaway.

Novo Amor & Ed Tullett – Heiress

Manchmal frage ich mich echt, warum ich diesen Job mache und warum ich Alben wir „Heiress“ überhaupt bespreche? In diesem konkreten Fall kann ich es sagen. Ich sitze im Zug und habe nur drei Platten dabei. Man weiß ja vorher nicht, wie kacke man die ein oder andere Veröffentlichung findet.

Elton John – Diamonds

Man merkt an den Veröffentlichungen der großen Plattenfirmen, dass es stark in Richtung Weihnachtsgeschäft geht. Kein Mensch braucht eigentlich eine weitere Greatest Hits-Platte von Elton John. Und doch ist „Diamonds“ eine schöne Zusammenstellung, die seine mittlerweile 50 Jahre währende Zusammenarbeit mit dem Songwriter Bernie Taupin feiert.

Heimatt – The Greatest Story

Wäre da nicht dieser hohe, nölige und stets mit Mengen an Hall unterlegte weinerliche Gesang, könnte ich Heimatt vielleicht gut finden. Es gibt nämlich gute Gründe, sich diese, leider zu soft geratene, Platte anzuhören. Heimatt bieten zumindest eine interessante Mischung aus Elekto-, Pop- und Singer-Songwriter-Klängen. Manchmal wirken sie etwas wie Placebo („Cynical“), an besseren Stellen wie Jack Garratt („Beneath The Surface“) und dann wiederum wie Coldplay („Berlin“). Für Abwechslung ist also gesorgt.